Werner Heel: Saison 2011-2012 kann kommen!!!

Veröffentlicht am 9. November 2011

Werner Heel, Abfahrts- und Super-G-Spezialist aus dem Passeiertal, ist bekannt für seine lupenreine Skitechnik, für seine Erfolge, und auch für seine Kritik am internationalen Skiverband FIS und dem italienischen Wintersportverband FISI. Und gerade in schwierigen Zeiten wie diesen, sind neue Wege gefragt. Gesagt – getan. Als erster Skifahrer Italiens hat der 29-Jährige gestern Abend in seine Heimatgemeinde St.Leonhard geladen, zum Pressemeeting im 5-Sterne-Golfhotel „Andreus“.

Nach einem kurzen Empfang mit viel Smalltalk ging es kurz darauf ans Eingemachte: Begonnen hat Werner Heel die Veranstaltung mit einem Rückblick auf die vergangene Saison, die er als „nicht gerade erfreulich“ bewertet, trotz vier Top-10-Platzierungen. Zur schwierigen Umstellung auf den neuen Skiausrüster (von Rossignol zu Head) kam noch die Handverletzung vor einem Jahr in Kanada hinzu. „Damals bin ich wenige Stunden nach der OP schon wieder in Lake Louise am Start gestanden“, erklärte Heel. „Heute weiss ich, das war zu früh“. Aus heutiger Sicht eine wichtige, und notwendige Lektion für´s Leben. Genauso bewertet der Passeirer die Probleme mit dem neuen Material. Nachdem ursprünglich der Fehler beim Ski gesucht wurde, stellte sich im Laufe des Winters heraus, dass es die Schuhe waren. „Ich habe im letzten Winter 43 Paar Skischuhe verbraucht, ich bin schlimmer wie eine Frau“, scherzte der Sieger von drei Weltcuprennen. Die gemessenen Zeiten beim Training in Argentinien bestätigen, dass Heel auf dem richtigen Weg ist; lag sein Rückstand im Vorjahr noch bei 1,5 Sekunden, waren es diesmal nur 0,5 Sekunden.

Beim Thema Material kam dann auch die vom internationalen Skiverband FIS beschlossene Reform ab dem Winter 2012/13 zur Sprache, die Position von Werner Heel ist klar: „Der Skisport kann nicht einen Schritt zurück um 5-10 Jahre machen“. Laut Heel darf das Thema Sicherheit nicht an einem einzigen Faktor festgemacht werden, so wäre etwa bei den Rennanzügen viel zu tun, sowie bei der Pistenpräparierung und den Fangnetzen. „Die Stangen, die die Netze halten, sind noch immer aus hartem Plastik, und ein Sturz auf eine solche Stange schmerzt, und ist gefährlich“, betont Heel. Und nicht zu vergessen, der finanzielle Aufwand, den die Skifirmen betreiben müssen, um die Produktion für den Weltcup auf die neuen Vorschriften umzustellen.

Werner Heel bei seinem Pressemeeting

Was die Turbulenzen beim italienischen Wintersportverband FISI betrifft, wo bekanntlich im Sommer die gesamte Verbandsführung vom Sportgericht abgesetzt wurde, zeigt sich Heel relaxed. „Es hat alles wunderbar geklappt“, sagt Werner Heel, „wir merken gar nicht, dass der Verband kommissarisch geführt wird“.

Gut in Schuss: Werner Heel beim Skitraining

Für die kommende Saison hat sich Werner Heel einiges vorgenommen. Er startet wieder als Botschafter des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen „Unicef“, und will einfach mit Freude skifahren, und dort anschließen, wo er von Februar 2008 bis Jänner 2010 gestanden ist – drei Siege und weitere Podestplätze. Nächste Woche steht der Flug nach Nordamerika an. Nach einer Trainingswoche in Nakiska beginnt in Lake Louise in Kanada die neue Saison der Speed-Fahrer, mit einer Abfahrt am 26. und einem Super-G am 27. November.

Und als besondere Aufmerksamkeit für die Skifans im Zielraum hat Werner Heel für diesen Winter neue Gadgets produzieren lassen. Neben den Autogrammkarten gibt es Trinkflaschen, Schlüsselanhänger und Kugelschreiber für das Publikum.

Südtirolski wünscht „toitoitoi“!!!