Back to the roots – Südtiroler Robert Brunner wieder bei FISI

Veröffentlicht am 7. Oktober 2010

Nach 9 Jahren Abschied vom ÖSV

Robert Brunner hat ein gutes Gespür für Erfolg. Vor 20 Jahren war der Sterzinger sozusagen das “Mädchen für alles” von Alberto Tomba. Robert Brunner war immer zur Stelle, wenn “Tomba la bomba” seinen Auftritt hatte, und Tomba hatte unzählige Auftritte. Vom “Heimsieg” beim Slalom in Sestriere bis zu WM- und Olympiamedaillen, oder den emotionalen “Niederlagen”, etwa in Alta Badia, mit anschliessender Attacke auf einen Journalisten. Erste Kontakte zum Österreichischen Skiverband ÖSV wurden geknüpft, als Robert Brunner die Interviews von Alberto Tomba übersetzen musste. Kaum hatte “Tomba la bomba” seine Karriere beendet, wurde aus Robert Brunner “Roberto”, der Medienbetreuer der ÖSV-Herren. Neun Jahre sollte der Ausflug zum ÖSV dauern, mit allen Höhen und Tiefen. Historisch der 9-fach Sieg im Dezember 1998 beim Super-G am Patscherkofel, angeführt von Hermann Maier. Seine schwärzeste Stunde erlebte “Roberto” Brunner nach dem Super-G von Kvitfjell in Norwegen. Dem ÖSV-Läufer Matthias Lanzinger musste im März 2008 nach einem verhängnisvollen Sturz bei der Einfahrt zum Zielhang der linke Unterschenkel amputiert werden. Brunner hatte die traurige Pflicht, diese Nachricht im Spital von Oslo der Presse bekannt zu geben.

Nach 9 erfolgreichen Jahren ist Robert Brunner wieder zum Italienischen Skiverband FISI zurückgekehrt, eine Rückkehr zu seinen Wurzeln. Als “Teammanager” muss der 58-Jährige das tun, was er am besten kann: Die Sponsoren des Skiverbandes und der einzelnen Athleten ins rechte Licht rücken. Geben unsere Südtiroler Skistars Interviews, dürfen Ausrüster und Sponsoren im TV nicht fehlen.

Zwei verschiedene Welten

Der Wechsel zur FISI war für den “Macher” Robert Brunner Ansporn und Herausforderung zu gleich: “ÖSV-Präsident Schröcksnadel führt den Verband mit harter Hand” sagt Brunner. “Alles ist bis ins kleinste Detail organisiert, nichts wird dem Zufall überlassen”, schwärmt Brunner, und fügt im selben Atemzug hinzu: “Es gibt viel zu tun, bei der FISI. Aber bis zum Winter werden wir die Sache in den Griff bekommen”. An diesem Wochenede beginnt in Sölden “der Winter”, mit dem Riesentorlauf der Damen und Herren, am 23. und 24. Oktober. Und spätestens beim Saisonhöhepunkt im Februar, der Ski-WM in Garmisch, werden wir sehen, ob Robert Brunner weitere Erfolge auf sein Konto wird verbuchen können.