Auszeichnung: „craziest crash“ award geht an Peter Fill

Veröffentlicht am 23. März 2013

Wie jedes Jahr am Ende des Winters gibt es weltweit eine Flut von Auszeichnungen für Spitzensportler. Doch diese Auszeichnung hat es in sich, die Rede ist vom „craziest crash“ award, also der Auszeichnungen für den „verrücktesten Sturz“ des abgelaufenen Skiwinters. Eine Auszeichnung, die vom Skiweltcup-Sponsor Audi vergeben wird, die aber garantiert kein Skirennläufer wirklich will, auf die er aber dennoch stolz ist.

Im Skiwinter 2013 geht der Titel, diesem Fall wenig überraschend, an Peter Fill. Der Kastelruther war der „Stuntman“ der Streif, mit seinem brutalen Salto beim Abfahrtsklassiker in Kitzbühel, als er mit Tempo 110 die Steilhang-Ausfahrt etwas zu optimistisch genommen hatte und in den Sicherheitsnetzen gelandet war. „Ich hab mir das Video vom Sturz mehrmals angesehen“, sagt Fill, „anfangs bin ich erschrocken, aber je öfter ich den crash sah, desto lustiger wurde er. Trotzdem: Mir ist klar, dass ich richtig viel Glück gehabt habe, ohne gröbere Verletzungen den Sturz zu überstehen. Klaus Kröll und Denise Karbon haben weit weniger spektakuläre Stürze hingelegt, und sind beide schwer verletzt.“

Dennoch hat der Abflug auf der Streif bei Peter Fill seine Spuren hinterlassen: „Mental konnte ich den Sturz rasch wegstecken, nur die Verletzungen an beiden Händen waren ein Hindernis. Ich konnte kaum mehr richtig in Abfahrtshocke fahren, und am Start ordentlich anschieben. Auch haben der Sturz und die „Wehwehchen“ richtig viel Kraft gekostet, Kraft, die mir danach einfach gefehlt hat.“

Das Diplom das keiner will, und trotzdem gerne herzeigt: „craziest crash“ award

Für Peter Fill ist es die erste Auszeichnung dieser Art, auch wenn er mit einem Sturz schon einmal für Schlagzeilen gesorgt hatte. Bei den Olympischen Spielen 2010 in Vancouver war der Kastelruther im Super-G kurz vor der Ziellinie gestürzt, kam irgendwie wieder auf die Beine und rutschte dann auf den Skischuhen weiter. „Am nächsten Tag war ich auf dem TV-Sender „espn“ auf Platz 2 der geilsten Sportereignisse, ich war der erste Skifahrer, der es so weit nach oben geschafft hat, in einem Land, in dem eigentlich nur Eishockey zählt“, erinnert sich Fill. „An den folgenden Tagen haben mich immer wieder die Leute angesprochen, Autogramme und Fotos gewollt, die hatten einfach eine mords Freude mit mir“.

Wo Peter Fill bei sich zu Hause das Diplom „craziest crash“ aufhängen wird, hat er nicht verraten.