Abfahrt: Hagen Patscheider erstmals Italienmeister – Patrick Staudacher beendet Karriere

Veröffentlicht am 21. März 2012

Hagen Patscheider aus Langtaufers gilt als eines der größten Talente im italienischen Skiteam, mehr als eine „Talentprobe“ hat er bislang aber nie abgegeben. Im Weltcup kämpft der 24-Jährige mit hohen Startnummern, mehr als Platz 23 im Super-G von Kitzbühel im Jahr 2011 war nicht drin. In der Abfahrt ist Platz 26 in Wengen und Bormio sein bestes Ergebnis. Dabei sagen alle, würde Hagen Patscheider seine Trainingsleistung im Rennen umsetzten, wären Top-10-Resultate realistisch. In Roccaraso südlich von Rom hat der Obervinschger heute die Weltcup-Stars hinter sich gelassen, bei frühlingshaften Pistenbedingungen bewältigte Patscheider den Sprint-Abfahrtslauf schneller als der Rest, in einer Zeit von exakt 1 Minute. Für Patscheider ist es der erste Italienmeister-Titel seiner Karriere, nach 5 Podestplätzen. Nur 0,11 Sekunden hinter Patscheider kam Peter Fill aus Kastelruth ins Ziel, auf Platz 3 Dominik Paris aus Ulten. Fill und Paris fuhren auch im Super-G auf die Plätze 2 und 3. Ebenfalls in die Top-10 gefahren sind Siegmar Klotz aus Pawigl als Sechster und Patrick Staudacher aus Pflersch wurde 7. Andy Plank und Franz Fill fuhren zeitgleich auf Rang 11, Werner Heel folgt abgeschlagen auf Platz 22.

Hagen Patscheider in Wengen 2012

Für den 32-Jährigen Patrick Staudacher war die heutige Abfahrt in Roccaraso das letzte Rennen seiner Karriere, der Super-G Weltmeister 2007 hat im Ziel seinen Rücktritt bekanntgegeben. Nach 154 Weltcup-Starts steht bei „Staudi“ Platz 3 im Super-G von Gröden im Jahr 2009 als bestes Ergebnis in der Statistik, außerdem war er bei 3 Olympischen Winterspielen und 2 Weltmeisterschaften dabei. Südtirolski wünscht Patrick Staudacher viel Erfolg und alles Gute für den neuen Lebensabschnitt. Patrick Staudacher ist verheiratet, und hat zwei Kinder.

Morgen geht es in Roccaraso weiter mit den Italienmeisterschaften, auf dem Programm steht der Riesentorlauf.