Sochi: Christof Innerhofer holt Abfahrts-Silber

Veröffentlicht am 9. Februar 2014

Der 9.Febraur 2014 geht in die Südtiroler Skigeschichte ein: Erstmals seit den Olympischen Winterspielen 1992 in Albertville gibt es für Südtirols Skiherren wieder eine Olympiamedaille. Der Gaiser Christof Innerhofer war bei der Olympiaabfahrt in Sochi lange auf Goldkurs. Im oberen, technisch anspruchsvollen Streckenteil konnte niemand dem 29-Jährigen das Wasser reichen, aber im flacheren Schlussteil büßte „Inner“ wertvolle Zehntel ein, am Ende reichte es für die Silbermedaille, Platz 2, nur 0,06 Sekunden hinter dem neuen Abfahrts-Olympiasieger Matthias Mayer aus Österreich. Rang 3 geht an Norwegen, allerdings nicht an Topfavorit Aksel Lund Svindal, sondern an Kjetil Jansrud, der sich erst vor einem Jahr bei der WM in Schladming das Kreuzband im Knie gerissen hatte. Mannschaftlich haben sich die vier Südtiroler gut geschlagen, Peter Fill belegt Rang 7, Dominik Paris Platz 11 und Werner Heel wird Zwölfter.  Als einzige Nation haben die Azzurri alle 4 Starter in die Top 12 gebracht.

Finish

Christof Innerhofer auf dem Weg zur Silbermedaille

Viel war spekuliert worden vor der Olympiaabfahrt, Zufallssieger wird es keinen geben, hatte es geheißen. Ok, Matthias Mayer ist gewiss kein Zufallssieger, aber dennoch eine Überraschung, trotz der Trainingsränge 3 und 1. Der Kärntner hat noch keinen Weltcupsieg auf seinem Konto, und auch noch keinen Podestplatz in der Abfahrt. Zwei zweite Plätze im Super-G waren die bis heute größten Erfolge des 23-Jährigen. Und damit hat sich schon beim ersten Skibewerb die alte Weisheit bestätigt: Olympische Spiele haben eigene Gesetze.

Die Herren haben jetzt ein paar Tage Pause, am Freitag 14. Februar erst steht der nächste Bewerb an, die Superkombination aus Abfahrt und Slalom.