Sochi: Christof Innerhofer hamstert weitere Medaille

Veröffentlicht am 14. Februar 2014

Bronze strahlt wie Gold! Diesen Beweis liefert der Gaiser Christof Innerhofer, nach der Superkombination am heutigen Freitag bei den Olympischen Winterspielen in Sochi in Russland. Begonnen hat der Tag etwas verhalten, nach dem Abfahrtslauf lag der 29-jährige „nur“ auf Platz 8. Das ist nicht die „Innerhofer-Liga“, schließlich raste er bei der Olympiaabfahrt zur Silbermedaille. Taktisch gesehen aber ist es eine feine Platzierung, kein extremer Rückstand, aber trotzdem nicht gut genug. Im Slalom packte „Inner“ dann aber seine ganzen Technikkünste aus, preschte durch die Torstangen und kam am Ende auf Platz 3. Von wegen „im Slalom bin ich unterwegs wie ein Tourist“, wie der Kombi-Vizeweltmeister 2011 vor wenigen Tagen erklärt hatte. Wie gut seine Slalomleistung ist, zeigt der direkte Vergleich mit dem heutigen Silbermedaillengewinner Ivica Kostelic aus Kroatien. Der Slalomweltmeister 2003 fuhr im Slalom die exakt gleiche Zeit wie der Südtiroler. Die Goldmedaille in der Superkombination hat sich völlig überraschend Sandro Viletta aus der Schweiz geholt, mit der zweitbesten Laufzeit im Slalom. Alle drei Medaillengewinner strahlen am Podium um die Wette: Viletta freut sich über seine erste Goldmedaille, Kostelic freut sich über die insgesamt 10. Olympiamedaille für die Familie Kostelic, und Christof Innerhofer schwingt sich mit einer Rolle aufs Podium und freut sich über seine zweite Medaille in Sochi, im zweiten Rennen. Was jetzt für Innerhofer in seiner Paradedisziplin, dem Super-G am Sonntag möglich ist, kann sich jeder selbst ausmalen.

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Christof Innerhofer ist der König (der Lüfte) in Sochi

Nicht nach Wunsch gelaufen ist die Superkombination für die beiden anderen Südtiroler: Nach der Abfahrt lagen Dominik Paris und Peter Fill auf den Rängen 10 und 16, Paris verpatzte seinen Slalomlauf und muss sich weit unter Wert mit Rang 18 begnügen, Peter Fill ist im Slalom ausgeschieden. Der Führende der Kombi-Abfahrt, Kjetil Jansrud aus Norwegen, belegt hinter Innerhofer Platz 4.

Überschattet wird der heutige Olympia-Tag von einer Unfallmeldung aus Deutschland: Slalom-Ass Felix Neureuther ist auf dem Weg zum Flughafen München mit seinem Auto in die Leitplanken gekracht. Laut Angaben der Ärzte hat er sich ein Schleudertrauma zugezogen. Neureuther wird auf jeden Fall nach Sochi reisen, frühestens am Samstag.