Sochi: Ausfallorgie im Super-G der Damen

Veröffentlicht am 15. Februar 2014

Sie wurde lang und immer länger, die Liste der Läuferinnen die nicht ins Ziel gekommen sind. Der Super-G der Damen bei den Olympischen Winterspielen in Sochi entpuppte sich als tückisch, zu tückisch für sehr viele. Von den ersten 20 Starterinnen sind 9 (!) ausgeschieden, bis zur Startnummer 8 war sogar nur eine Läuferin im Ziel. Für die einen war der steile und kurvige Starthang eine Nummer zu groß, für die anderen war im steilen und kurvigen Zielhang Endstation, wie etwa für die Azzurre Daniela Merighetti und Francesca Marsaglia, oder Olympiasiegerin Dominique Gisin und Super-G-Weltmeisterin 2011, Elisabeth Görgl. Auf dem Podium stehen gerade deswegen die drei besten Skifahrerinnen: Gold gewinnt Anna Fenninger aus Österreich, die als einzige ohne wirklich große Schwierigkeiten ins Ziel gekommen ist. Mit einem Respektabstand von 0,55 Sekunden auf die Salzburgerin folgt auf Platz 2 Maria Höfl-Riesch aus Deutschland, die Olympiasiegerin der Superkombination hat allein im Zielhang fast 1 Sekunde auf Fenninger verloren . Dank ihrer Routine sicherte sich die Tirolerin Nicole Hosp die Bronzemedaille, für die 30-Jährige ist es ebenfalls die zweite Medaille in Sochi, nach Silber in der Superkombination.

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Kratzt im Super-G an den Top-10: Verena Stuffer

Beste Azzurra auf Platz 10 ist Nadia Fanchini, Verena Stuffer aus Gröden folgt mit 2 Sekunden Rückstand auf Fenninger auf Platz 11. „Es tut mir leid, ich habe einfach zu viele Fehler gemacht heute“, analysiert die 29-Jährige selbstkritisch. Für die Speedspezialistinnen ist das Abenteuer Olympia vorbei, am Dienstag geht es weiter mit dem Riesentorlauf, der erste Durchgang beginnt um 8 Uhr, der zweite Lauf um 11 Uhr 30.