WM-Abfahrt: Patrick Küng ist der King – Azzurri im Niemandsland | Südtiroler Skistars, Ski Alpin Weltcup WM Sport News Südtirol

WM-Abfahrt: Patrick Küng ist der King – Azzurri im Niemandsland

Veröffentlicht am 7. Februar 2015

Alle guten Dinge sind drei, bei Patrick Küng. Der 31-jährige Schweizer feiert beim Super-G 2013 in Beaver Creek seinen ersten Weltcupsieg, gewinnt 2014 den Abfahrtsklassiker in Wengen und 2015 krönt er sich in Vail/Beaver Creek zum Abfahrtsweltmeister. Küng zählte am heutigen Samstag zum Kreis der „gefährlichen Außenseiter“, Platz 4 in Wengen im Jänner war bislang sein bestes Saisonergebnis. Im Dezember, bei der WM-Generalprobe in Beaver Creek, war Patrick Küng der „Stuntman des Tages“, als er bei der Einfahrt zum Steilhang auf einer Welle ausgehoben wurde, in der Luft in Schräglage kam und akrobatisch auf einem Fuß einen Horrorsturz verhindern konnte. Noch gestern beim Abschlusstraining meinte der Chef des Schweizer Skiverbandes Urs Lehmann, Küng habe sich von diesem Schock psychologisch noch nicht völlig erholt. Heute aber war Patrick Küng vom Start bis ins Ziel weit entfernt vom „Stuntman“, mit einer sauberen, soliden und schnellen Fahrt sichert er sich seine erste WM-Goldmedaille. Sehr zur Freude der Gastgeber braust Travis Ganong auf Platz 2, nur 0,24 Sekunden hinter Küng. Dritter wird der Schweizer Beat Feuz, der bis zur Fahrt von Ganong mit Silber spekuliert hatte. Patrick Küng beendet mit seinem Abfahrts-Gold eine fast 20-jährige Durststrecke der Schweizer, der letzte WM-Titel für die Eidgenossen in der Königsdisziplin geht auf die WM 1997 in Sestriere zurück, damals gewann Bruno Kernen den Titel.

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Eine zähe WM bislang für Dominik Paris & Co.

Einen rabenschwarzen Tag erwischen die Azzurri, keiner der vier WM-Gladiatoren kommt in die Top-20. Dominik Paris war im oberen Streckenteil schnell, rutschte im Steilhang am Innenski aus, riskierte einen Sturz und verlor dadurch extrem viel Zeit. Mit Platz 23 liegt der Ultner hauchdünn vor seinem Teamkollegen Christof Innerhofer, der wahrscheinlich schon im Startteil vom Winde verweht wurde und mit fast 1 Sekunde Rückstand zur ersten Zwischenzeit kam. Allerdings war auch der Rest der Fahrt nicht WM-würdig. Das gilt auch für Werner Heel, der abgeschlagen auf Platz 32 landet. Matteo Marsaglia beendet die WM-Abfahrt auf Rang 28.

Morgen Sonntag haben Paris, Innerhofer, Marsaglia und Mattia Casse die nächste Chance, in der Superkombination.