WM 2015 in Vail/Beaver Creek ist vorbei – Keine Medaillen für Azzurri

Veröffentlicht am 16. Februar 2015

Zwei Wochen Ski-WM sind vorbei, die 43. alpinen Skiweltmeisterschaften in Vail/Beaver Creek sind Gesichte. Für die Azzurri fällt die WM ganz offensichtlich negativ aus, und auch für die Südtiroler WM-Teilnehmer gab es wenig Grund zur Freude. Eine Bilanz erübrigt sich, keine Medaille in 11 Bewerben sagt alles, unterm Strich wurden 33 Chancen vergeben. Der italienische Wintersportverband FISI aber muss der Pleite auf den Grund gehen, denn in der Nationenwertung liegt Italien auf Platz 2, hinter Österreich. Unsere Nachbarn haben in 8 von 11 WM-Rennen zumindest eine Medaille gewonnen, und sie haben im Teambewerb exemplarisch gezeigt, wie man in eine Weltmeisterschaft geht. Eine WM ist ein Turnier, mit allem was dazugehört: Mehr Publikum, mehr Journalisten, mehr Druck, mehr Rennen, und am Ende zählen nur die Plätze 1-3. An diesen Umständen können Athleten wachsen, kann ein „Teamspirit“ entstehen. Oder auch nicht, und die „WM-Luft“ macht Athleten müde und gestresst. Weil Dominik Paris und Co. das Skifahren mit Sicherheit nicht im Flugzeug von Europa nach Amerika verlernt haben, muss sich die FISI an die eigene Nase fassen. Funktionäre, Trainer und Betreuer haben es nicht geschafft, das Team in WM-Stimmung zu bringen, weil der Schnee in Rocky Mountains der falsche Schnee ist. Hat die FISI tatsächlich geglaubt, dass im (milderen) Februar alles so ist wie bei den Weltcups im (eisigen) Dezember?

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Medaillen fehlen im Handgepäck der Azzurri auf der Rückreise aus den USA

Die nächste WM findet in zwei Jahren statt, 2017 ist St. Moritz an der Reihe. Für Skifans aus Südtirol ist diese WM in der Schweiz praktisch nur ums Eck – eine halbe „Heim-WM“.