WM 2013: Ted Ligety gewinnt Super-G – Südtiroler hadern mit Schneebeschaffenheit | Südtiroler Skistars, Ski Alpin Weltcup WM Sport News Südtirol

WM 2013: Ted Ligety gewinnt Super-G – Südtiroler hadern mit Schneebeschaffenheit

Veröffentlicht am 6. Februar 2013

82 Teilnehmer waren am Start, beim WM-Super-G am heutigen Mittwoch in Schladming. Nach dem Wetterchaos gestern bei den Damen ging der Super-G der Herren ohne Verzögerung über die Bühne, und auch ohne größere Stürze. Überraschungen gab es dennoch: Ted Ligety aus den USA galt als Geheimtipp für den Super-G, und er hat auf der welligen Planai-Piste seine Riesentorlaufqualitäten voll ausgespielt, und sicherte sich die begehrte Goldmedaille. In einer Zeit von 1:23,96 Minuten blieb er als einziger Läufer und der Marke von 1:24 Minuten, auf Platz 2 folgt der Überraschungsmann Gauthier de Tessiers aus Frankreich (+ 0,20), Platz 3 ging an den großen Gold-Favoriten Aksel Lund Svindal aus Norwegen (+0,22).

Ted Ligety jubelt über Gold im Super-G   Foto: GEPA pictures/ Harald Steiner

Die bisherigen Erfolge von Ted Ligety im Super-G lassen sich an einer Hand abzählen: Im Weltcup scheint nur ein Podestplatz auf, Rang 2 in Val d´Isere 2009, sein bisher einziges Ergebnis bei Weltmeisterschaften ist Platz 31 in Are 2007! Dennoch ist Ligety ein würdiger Nachfolger von Christof Innerhofer am Super-G-Thron. Der Titelverteidiger aus Gais musste sich heute mit Rang 7 begnügen: „Ich bin zufrieden, es war sehr schwierig heute richtig zu carven, weil der Schnee schmierig, irgendwie seifig war. Platz 7 im Weltcup wäre ein gutes Ergbnis, bei Weltmeisterschaften zählen aber nur die Medaillen“, analysiert Innerhofer seine Leistung. Auf Platz 11 folgt Matteo Marsaglia, Peter Fill aus Kastelruth wurde 14.. „Irgendwie muss man in die WM starten, ein gelungener Start war das aber nicht“, zieht Fill Bilanz. „Es waren sehr schwierige Bedingungen, und Schneeverhältnisse, die wir ganz und gar nicht mögen.“ Werner Heel und Siegmar Klotz folgen auf den Rängen 20 und 22. Heel hat eine bessere Platzierung durch einen schweren Fehler im Zielhang verschenkt. „Ich hoffe dass es in der Abfahrt hier gerade runter geht, dann kann ich diesen blöden Fehler nicht nochmal machen“, so der Passeirer scherzhaft. Siegmar Klotz hatte sich für sein WM-Debüt mehr erwartet. „Der Schnee war wie im Frühling, und die Sichtverhältnisse waren schlecht“, erklärt Klotz, „es war ein schwieriger Arbeitstag, vom ersten bis zum letzten Tor.“

Morgen Donnerstag steht das erste Training für die WM-Abfahrt am Samstag auf dem Programm, die nächste Chance für die Südtiroler, ihrer Favoritenrolle gerecht zu werden. Die Wettervorhersagen stimmen zuversichtlich, es soll kälter werden, die Piste eisiger, und Dominik Paris und Co. sind in ihrem Element.

Im Medaillenspiegel führen jetzt die USA mit 1x Gold und 1x Bronze vor Slowenien, mit 1x Gold. Platz 3 teilen sich die Schweiz und Frankreich mit je einer Silbermedaille.