WM 2013: Manfred Mölgg und Patrick Thaler peilen Medaille im Slalom an

Veröffentlicht am 16. Februar 2013

Mit dem Slalom der Herren geht morgen Sonntag die Ski-WM in Schladming zu Ende. Das Zielstadion der Planai wird bis auf den letzten Platz gefüllt sein (27.000 Plätze), hinzu kommen noch einmal 15.000 Skifans am Pistenrand. Sie alle erwarten sich einen Sieg von Marcel Hirscher, der Österreicher lockt die Massen an, mit seinen vier Saisonsiegen. Ein wichtiges Wort mitreden werden im Slalom auch die Azzurri, mit Olympiasieger Giuliano Razzoli und Stefano Gross aus Pozza di Fassa mit seinen zwei Top-5 Plätzen in dieser Saison. Auf drei Top-10 Plätze kommt der Sarner Patrick Thaler, und Manfred Mölgg aus Enneberg wurde in Adelboden Dritter. „Schladming ist mein Wohnzimmer, hier gefällt es mir einfach sehr gut. Die Stimmung ist fantastisch und an die Piste habe ich viele schöne Erinnerungen“, sagt Mölgg, der im Slalom 2004 in Schladming als Zweiter sein erstes Podium im Weltcup feierte. „Die Medaille im Riesentorlauf gestern zählt morgen nicht mehr, aber sie zeigt mir, dass ich einfach gut in Form bin“, erklärt der Enneberger.

Manfred Mölgg bei der Siegerehrung nach dem Riesentorlauf

Zu den gefährlichen Außenseitern zählt der Sarner Patrick Thaler. Der 35-jährige Ski-Oldie aus dem Sarntal kommt mit einer Muskelverletzung zur WM. „Ich denke, meine Chancen auf eine Medaille stehen nicht schlecht, sonst wäre ich nicht hier. Denn wir sind das beste Slalomteam der Welt“, sagt der Sechste von Kitzbühel vor drei Wochen.

Patrick Thaler im Slalom von Kitzbühel

Schladming ist (erst) die dritte WM für Patrick Thaler, 2007 in Are ist er im ersten Slalomdurchgang ausgeschieden, 2009 in Val d´Isere wurde er Siebter. Titelverteidiger ist Jean-Baptiste Grange aus Frankreich, er ist nach einer Knieverletzung aber noch nicht in Topform. Der Slalom morgen beginnt um 10 Uhr, die Entscheidung im zweiten Durchgang ab 13 Uhr 30.