WM 2013: Azzurre kassieren im Slalom eine Watschn

Veröffentlicht am 16. Februar 2013

Das war wohl nichts. Im WM-Slalom der Damen in Schladming gab es für die Azzurre nichts zu holen. Irene Curtoni ist bereits im ersten Durchgang nach vier Toren ausgeschieden, Manuela Mölgg hatte beim selben Tor einen riesigen Fehler, und kam nur auf Platz 25. Einzig Chiara Costazza konnte halbwegs ihr Leistungspotential abrufen, mehr als Rang 14 im Endklassement war aber dennoch nicht drin. Im zweiten Durchgang wollte Manuela Mölgg mit einem Bombenlauf Plätze gutmachen, dieses Vorhaben aber misslang, sie blieb auf Rang 25. „Das ist eindeutig zu wenig, im ersten Lauf hatte ich den Fehler, das war sehr schade“, zieht die 29-jährige Bilanz, „ich muss zur Kenntnis nehmen, dass heute andere viel schneller waren“.

 Manuela Mölgg im WM-Slalom von Schladming

Zu den anderen, die heute viel schneller waren, zählen die 17-jährige Mikaela Shiffrin aus den USA, sie war Dritte nach dem ersten Lauf, setzte sich aber im Finale klar durch. Shiffrin ist die drittjüngste Slalomweltmeisterin der Geschichte. Hanni Wenzel (LIE) war bei ihrem WM-Gold 1974 gerade erst 17 Jahre alt geworden, Esme Mackinnon (GBR) war 1931 ebfalls erst 17 Jahre und zwei Monate alt. Platz 2 am heutigen Samstag im Damen-Slalom ging an Michaela Kirchgasser aus Österreich, sie war nach dem ersten Lauf nur Sechste, Bronze geht an die Halbzeitführende Frida Hansdotter aus Schweden, die vom Vinschger Christian Thoma trainiert wird.

Das Siegertrio im WM-Slalom: Kirchgasser, Shiffrin und Hansdotter  Foto: GEPA pictures/ Christopher Kelemen

Die Azzurre haben heute keine Läuferin in die Top-10 gebracht, das war zuletzt im WM-Slalom 2005 in Are der Fall. Damals war die Stilfserin Nicole Gius als 12. die beste Azzurra.

Morgen Sonntag geht die Ski-WM in Schladming zu Ende, mit dem Slalom der Herren ab 10 Uhr. Zwei Südtiroler sind dabei, Manfred Mölgg aus Enneberg und Patrick Thaler aus dem Sarntal.

Im Medaillenspiegel führen die USA jetzt mit vier Gold-, und einer Bronzemedaille, Italien liegt weiter auf Platz 7.