WM 2013: 9 Südtiroler in Schladming dabei – das Aufgebot der Azzurri

Veröffentlicht am 1. Februar 2013

Mit einem Kontingent von 24 Läuferinnen und Läufern fährt das italienische Nationalteam zur Ski-WM 2013 nach Schladming in der Steiermark. Mit dabei sind auch 9 Südtiroler, vor zwei Jahren bei der WM in Garmisch waren es 10. Von den Fixstartern im Weltcup sind praktisch alle nominiert worden für die WM, bis auf Florian Eisath (Riesentorlauf) und Verena Stuffer (Super-G, Abfahrt). Florian Eisath musste Platz machen für Roberto Nani, der zwar mit Rang 10 in Val d´Isere die minimal bessere Platzierung vorzuweisen hat, insgesamt ist Eisath aber eindeutig die Nummer 4 im Riesentorlauf-Kader, mit den Plätzen 11, 25, 20, 26 und 18. Ebenfalls einen schalen Beigeschmack hat das WM-Ticket von Sofia Goggia, die gegenüber Stuffer den Vorzug bekommen hat. Goggia gilt mit ihren 21 Jahren als große Nachwuchshoffnung, sie hat in den Disziplinen Abfahrt und Super-G jedoch noch nie ein Weltcuprennen bestritten. Verena Stuffer konnte in der bisherigen Saison immerhin zweimal Platz 17 in der Abfahrt einfahren, und einen 20.Platz im Super-G.

Der WM-Kader der Azzurri

Die WM-Vorzeichen stehen gut, genauer gesagt sehr gut, vor allem bei den Herren in der Abfahrt. Mit Christof Innerhofer und Dominik Paris stellt Südtirol die einzigen Starter, die in diesem Winter bereits zwei Weltcupabfahrten gewonnen haben. Innerhofer war in Beaver Creek und Wengen siegreich, Paris in Bormio und Kitzbühel. Und mit Werner Heel (zwei 6. Plätze) und Peter Fill (Rang 8 in Beaver Creek) sind zwei gefährliche Außenseiter am Start. Im Super-G ist Innerhofer als Titelverteidiger gesetzt, daher können vier weitere Azzurri in dieser Disziplin starten: Matteo Marsaglia zählt mit Innerhofer zu den Favoriten, nach seinem Sieg in Beaver Creek und Platz 2 in Gröden. Innerhofer und Heel haben je Platz 3 vorzuweisen, Fill hat sich mit Rang 7 in Kitzbühel qualifiziert, und Siegmar Klotz mit Platz 10 in Kitzbühel. Und in der Superkombination sind mit Innerhofer und Fill immerhin zwei Medaillengewinner von Garmisch dabei, und Dominik Paris hat in Wengen gezeigt, dass er das Slalomfahren noch perfekt beherrscht.

Abfahrt- und Super-G-Mannschaft

Im Riesentorlauf ruhen die Südtiroler Medaillenhoffnungen auf Manfred Mölgg, der Enneberger bestreitet derzeit seine beste Riesentorlaufsaison, mit den Rängen 2, 4 und 4. Top-WM-Anwärter hier sind Titelverteidiger Ted Ligety (USA) und Marcel Hirscher (AUT), sowie Alexis Pinturault (FRA). Medaillenchancen haben auch die Azzurri Max Blardone und Davide Simoncelli. Im Slalom zählt ebenfalls Hirscher zum Top-Favoriten auf Gold, Mölgg darf sich aber berechtigte Medaillenhoffnungen machen, nach den Plätzen 4, 3 und 4 im Weltcup. Zu den gefährlichen Außenseitern zählt hingegen der Sarner Patrick Thaler, mit den Rängen 5 in Levi und zuletzt 6 in Kitzbühel. Insgesamt gilt das Team der Azzurri als eine der stärksten Slalom-Mannschaften der Welt, mit Stefano Gross und Giuliano Razzoli, sodass sogar der Kitzbühel-Sieger 2012, Cristian Deville, zu Hause bleiben muss.

 Wesentlich anders die Vorzeichen bei den Damen: Mit Denise Karbon (Riesentorlauf) und Manuela Mölgg (Slalom und Riesentorlauf) sind nur zwei Südtirolerinnen in Schladming dabei. Karbon hat die Plätze 7 und 10 am Konto, Mölgg einen 14. Platz im Slalom und einen 12. Platz im Riesentorlauf. Beide sind aber immer für eine Überraschung gut. Keine Südtirolerin am Start ist in den Disziplinen Abfahrt und Super-G, das hatte es zuletzt bei der WM 1991 in Saalbach-Hinterglemm gegeben. Die Azzurre können in dieser WM-Saison in allen Disziplinen nur einen Podestplatz vorweisen, Daniela Merighetti wurde in der Abfahrt von St. Anton Zweite.

Die Ski-WM 2013 in Schladming wird am Montag-Abend feierlich eröffnet, und geht bis zum 17. Februar. Alle Details zum Rennprogramm gibt´s direkt unter www.schladming2013.com