Werner Heel fährt in Gröden auf Platz 3 – Azzurri bärenstark

Veröffentlicht am 14. Dezember 2012

Die schönsten Geschichten schreibt bekanntlich das Leben selbst. Eine solche Geschichte ist die von Werner Heel. 2008 noch umjubelter Super-G Sieger hier in Gröden, waren die letzten beiden Saison für den Passeirer eine Mischung und Pest und Cholera. Im Vorjahr wurde er im Super-G auf der Saslong auf Rang 40 durchgereicht, und heute, ein Jahr später, fährt der 30-Jährige aufs Podest: Platz 3 hinter seinem Teamkollegen Matteo Marsaglia und dem überragenden Sieger Aksel Lund Svindal aus Norwegen. Trotz zwei riesigen Patzern war Svindal eine Klasse für sich, mit einer Zeit von 1:36,95 distanzierte er Marsaglia und Heel um über 1 Sekunde. Im Ziel erklärte Svindal: „Ich habe einfach super trainiert, und das Training, das Skifahren, macht mir einfach Spass.“ Das wird den Ultner Franz Gamper freuen, der seit Jahren Svindal trainiert.

Werner Heel fliegt über die Saslong in Gröden

Mannschaftlich waren die Südtiroler heute eine Großmacht, Christof Innerhofer schafft Platz 10, bislang war Rang 20 (Super-G 2007) auf der Saslong sein bestes Ergebnis. Gleiches gilt für Dominik Paris, der „Heavy Metal“-Fan aus Ulten kam bislang nie über Platz 30 im Gröden-Super-G hinaus, am heutigen Freitag konnte er mit der hohen Startnummer 48 auf Rang 13 vorfahren. „Das war heute eine richtig geile Fahrt“, schwärmte Paris im Ziel, „vielleicht habe ich auch ein wenig von der besser werdenden Sicht profitiert“. Hinter Paris reiht sich Peter Fill auf Platz 19 ein. Der Kastelruther hatte keine schlechte Fahrt, dem nur 0,10 Sekunden auf Platz 10 fehlen, allerdings fühlte sich Fill heute abgeschlagen, kraftlos und müde. Knapp die Top-20 verpasst hat Siegmar Klotz auf Rang 22.

Morgen Samstag steht der Abfahrtsklassiker in Gröden auf dem Programm, Startzeit ist um 12 Uhr 15. Die Wetteraussichten sind allerdings ungünstig, mit Schnee und Nebel. Die Organisatoren wollen aber auf alle Fälle ein Rennen durchführen, notfalls eine Abfahrt auf verkürzter Strecke in zwei Durchgängen. Ins Team der Azzurri aufgerückt ist Hagen Patscheider aus Langtaufers.