Vier Südtiroler punkten beim Riesentorlauf in Val d´Isere

Veröffentlicht am 12. Dezember 2015

Je steiler, je geiler. Das ist ganz offensichtlich das Skifahrer-Motto von Marcel Hirscher. Auf der extrem steilen Face de Bellvard-Piste im französischen Skiort Val d`Isere kämpfen sämtliche Läufer mit sich und den Tücken der Strecke, nur eben nicht Hirscher. Laufbestzeit in beiden Durchgängen bedeuten den sicheren Sieg im Riesentorlauf, mit einem Vorsprung von 1,29 Sekunden auf Felix Neureuther auf Rang 2, Dritter wird Lokalmatador Victor Muffat Jeandet. Die Azzurri präsentieren mannschaftlich sehr stark, von den 10 Startern haben sich 7 für das Finale qualifiziert, von den fünf Südtirolern schaffte nur Alex Zingerle bei seinem Comeback nicht den Sprung in den zweiten Lauf. Im Endklassement bilden Giovanni Borsotti und Roberto Nani die Spitze, mit den Rängen 6 und 8, bester Südtiroler ist Manfred Mölgg auf Platz 15, für den Enneberger ist es der erste Top-15-Platz im Riesentorlauf seit seiner schweren Verletzung im Sommer 2014. Florian Eisath folgt auf Position 17 – das bislang beste Ergebnis für den 31-Jährigen in Val d´Isere.

Die Überraschung aus Südtiroler Sicht ist Simon Maurberger, der junge Ahrntaler qualifiziert sich bei seinem ersten fünften Weltcuprennen mit der hohen Startnummer 55 für den zweiten Lauf und freut sich am Ende über seine ersten Weltcuppunkte und Rang 21, unmittelbar vor seinem Teamkollegen Riccardo Tonetti aus Bozen. Erstmals in der Geschichte punkten somit vier Südtiroler im Riesentorlauf. Kurioses Detail am Rande: Riesentorlauf-Weltmeister Ted Ligety aus den USA kommt heute nicht in Fahrt und schafft als 42. zum ersten Mal seit 10 Jahren (Kranjska Gora 2005) nicht die Qualifikation für den zweiten Durchgang. Morgen Sonntag folgt in Val d´Isere der Slalom, es ist der erste dieser Saison, nachdem der Slalom von Levi im November abgesagt werden musste. Zwei Südtiroler sind am Start, Manfred Mölgg und Riccardo Tonetti.