Verletzungspech holt Florian Eisath wieder ein – Ligety gewinnt Riesentorlauf in Kranjska Gora

Veröffentlicht am 10. März 2012

Es ist wie verhext! Wie immer wenn es gut läuft bei Florian Eisath, dann schlägt das Verletzungspech voll zu. Beim Weltcup-Riesentorlauf Mitte Februar in Bansko freute sich der 27-Jährige aus Obereggen mit Platz 13 über sein bislang bestes Weltcup-Ergebnis im Riesentorlauf – heute liegt Florian Eisath schon in der Mailänder Klinik „La Madonnina“, wo er morgen Sonntag am Oberarm operiert wird. Beim heutigen Weltcup-Riesentorlauf in Kranjska Gora in Slowenien ist Florian Eisath im zweiten Durchgang schwer gestürzt und in die Fangnetze gekracht. Nach der Erstversorgung wurde der Eggener ins Krankenhaus von Jesenice gebracht, wo die Ärzte einen Bruch des linken Oberarmes feststellten. Florian Eisath wurde daraufhin mit dem Hubschrauber zum Flughafen Milano-Malpensa geflogen, und von dort ins Krankenhaus gebracht. Auf der Facebook-Seite von Florian Eisath häufen sich die Genesungswünsche, und auch der „Pechvogel“ von Kranjska Gora hat mittlerweile vom Krankenbett aus gepostet, dass er sich über die Besserungswünsche freut und zuversichtlich auf die anstehende Operation blickt.

Abtransport von der Skipiste: Florian Eisath in Kranjska Gora

Sportlich gesehen war der heutige Riesentorlauf in Kranjska Gora für die Azzurri ein gutes Rennen, mit vier Läufern in den Top-20. Die Liste der Azzurri führt Max Blardone auf Platz 4 an, er hat das Podium nur um 3/100 Sekunden verpasst. Auf Rang 5 folgt Davide Simoncelli, der sich über sein bestes Saisonergebnis freut, und auf Platz 12 eingereiht hat sich Manfred Mölgg. Der Enneberger konnte sich im entscheidenden zweiten Durchgang sichtbar steigern, und sich in der Rangliste von Platz 20 zur Halbzeit auf Rang 12 im Endklassement  verbessern, sein zweitbestes Riesentorlauf-Ergebnis in diesem Winter. Giovanni Borsotti als 19. komplettiert das Abschneiden der Azzurri. Diese vier Läufer (Blardone, Simoncelli, Borsotti und Mölgg) haben auch das Ticket gelöst für das Finale in Schladming nächste Woche. Nicht für den zweiten Lauf in Kranjska Gora qualifizieren konnten sich Christof Innerhofer, Alexander Ploner, Mattia Casse, Luca De Aliprandini und Matteo Marsaglia. Überlegen gewonnen hat das Rennen Ted Ligety aus den USA, vor Alexis Pinturault aus Frankreich und Marcel Hirscher aus Österreich.

Morgen steht in Kranjska Gora der letzte Weltcup-Slalom vor dem Saisonfinale auf dem Programm. Drei Südtiroler sind am Start: Der Sarner Patrick Thaler hat Startnummer 19, Manfred Mölgg hat die Nummer 20, und der Bozner Riccardo Tonetti hat die Startnummer 41, für den 23-Jährigen ist es sein dritter Weltcup-Start. Stefano Gross (4), Cristian Deville (5), Giuliano Razzoli (10) und Roberto Nani (37) sind die weiteren Azzurri im Slalom von Kranjska Gora am Sonntag.