TV-Rechte: Streit zwischen Südtiroler Weltcuporten und FISI beigelegt

Veröffentlicht am 13. September 2011

Die Freude in Gröden und Alta Badia über die gerichtliche Absetzung des gesamten Vorstandes der Italienischen Wintersportverbandes FISI rund um Präsident Giovanni Morzenti Anfang Juli dieses Jahres war nicht verfrüht. Der kommissarische Verwalter der FISI, Ex-Milan-Präsident Franco Carraro, hat den langen Streit mit den Organisationskomitees der Weltcup-Rennen um die TV-Rechte beigelegt.
Wie die FISI auf ihrer Homepage berichtet, stehen laut Abkommen dem Verband 40% der TV-Rechte zu, wenn zwei Rennen bei den Herren ausgetragen werden (wie in Gröden und Alta Badia), 35% bei zwei Frauenrennen (Cortina) bzw. bei einem Rennen der Männer. An die lokalen FISI-Komitees gehen davon zwischen 2,6 und 3%.  Ex-Präsident Morzenti wollte 45%.

Die OK-Chefs des Skiweltcups in Südtirol: Marcello Varallo (Alta Badia) und Stefania Demetz (Gröden)

Zugeständnisse machen mussten die Veranstalter auf organisatorischer Seite: Sie müssen die Rennpisten für die italienische Nationalmannschaft zur Trainingszwecken zur Verfügung stellen, vier Tage bei Super-G und Abfahrt, und zwei Tage bei Slalom und Riesentorlauf. Und während der Trainings muss die Unterkunft der Teams garantiert sein, 10 Zimmer müssen für die FISI und deren Sponsoren reserviert werden. An Renntagen bekommt die FISI 20 Eintrittskarten für Sponsoren und Partner. Zudem haben sich die Veranstalter verpflichtet, die Nachwuchsarbeit zu fördern, in Form von Kinder- und Jugendrennen. Das Abkommen gilt vorerst für ein Jahr.