Trainingslager vorbei: Innerhofer und Co. wieder in Südtirol

Veröffentlicht am 21. September 2011

Der Ausflug in den argentinischen Winter als Saisonvorbereitung für die Azzurri ist zu Ende. In Ushuaia, der südlichsten Stadt der Erde, haben Christof  Innerhofer, Denise Karbon und alle anderen Stars der Weltcuptruppe seit Mitte August die Weichen gestellt, für eine erfolgreiche Weltcupsaison.

Gruppenfoto in Argentinien

Das Skitraining in Cerro Castor, etwa eine Autostunde von Ushuaia entfernt, ist sehr gut verlaufen, die Bedingungen waren allerdings nicht immer ganz optimal. Neun Tage Riesentorlauf-, sechs Super-G-, vier Slalom- und drei Tage Abfahrtstraining haben unterm Strich herausgeschaut, dazu kommen noch ein paar Tage “freeriden”, wenn das Wetter für Torläufe zu schlecht war.

Christof Innerhofer beim Training in Ushuaia

In den Trainingsläufen hat Weltmeister Christof Innerhofer den besten Eindruck gemacht, er will in diesem Winter regelmäßig in den Riesentorläufen an den Start gehen, als dritte bzw. vierte Disziplin neben Abfahrt, Super-G und (Super)-Kombination, Stichwort Gesamtweltcup. Speed-Trainer Gianluca Rulfi ist auch von der Leistung von Peter Fill und Werner Heel angetan. “Fill ist sehr entschlossen, und Heel hat seine Materialprobleme vom Vorjahr offenbar in den Griff bekommen”, sagt Rulfi. Und Hagen Patscheider aus Langtaufers zeigt ebenfalls gute Ansätze in Super-G und Riesentorlauf, wie sein vierte Platz beim Südamerika-Cup-Rennen in Cerro Castor beweist. Erstmals seit drei Jahren schmerzfrei das Trainingslager in Argentinien bestreiten konnte Riesentorlaufspezialist Florian Eisath aus Obereggen, der bis auf ein paar Narben von einem Fahrradsturz im Sommer ohne Verletzungen auf den kommenden Winter blickt. Eisath hat zudem auf seinem Facebook-Profil ein richtig gutes Video vom Training in Argentinien gepostet, sehenswert mit super Soundtrack!

Noch nicht ganz rund läuft es dagegen für den Ultner Dominik Paris, der wegen Schmerzen im Rücken nicht das volle Trainingsprogramm abspulen konnte. Und Siegmar Klotz aus Pawigl sucht noch nach dem richtigen Schneegefühl nach der Sommerpause und seinem Horrorsturz bei der Hahnenkamm-Abfahrt in Kitzbühel im Jänner.

Nach der Arbeit das Vergnügen: Peter Fill mit Maulesel

Wie nicht anders zu erwarten, hat bei den Damen Denise Karbon aus Kastelruth ihre Frühform unter Beweis gestellt, die in Argentinien auch ihren Geburtstag gefeiert hat. Das Hauptaugenmerk beim Training lag natürlich im Riesentorlauf. “Körperlich geht es mir ganz gut”, schrieb Karbon aus Argentinien, “nur manchmal muss ich wegen des Knies (Verletzung im Vorjahr, Anm. d. Red.) etwas zurückstecken, aber mehr oder weniger kann ich das ganze Programm mitmachen.”

Eine Woche später nach Feuerland geflogen sind die Speed-Damen rund um Hanna Schnarf und Verena Stuffer.

Einen Monat vor Beginn der Skiweltcup-Saison am 22. und 23. Oktober in Sölden im Ötztal sind jetzt zwei Wochen ohne Ski angesagt, um die Batterien aufzuladen.

Den Feinschliff für den Saisonauftakt holen sich die jeweiligen Trainingsgruppen dann am Stiflserjoch, in Hintertux und Tignes.

p.s.: Herzlichen Dank an Peter Fill für die super Fotos!!!