Superkombination Chamonix: Fill und Innerhofer in Top-10

Veröffentlicht am 5. Februar 2012

Schade, dass die Superkombination aus dem Skiweltcup-Kalender gestrichen wird, bzw. gestrichen werden soll. Dieser Eindruck überwiegt, wenn man das heutigen Rennen in Chamonix verfolgt. Die Abfahrt zählt nicht zu den gefährlichsten Strecken der Welt, dennoch ist es für die Slalom-Asse schwierig, auf der Gleiterstrecke den Rückstand auf die Abfahrtsspezialisten in Grenzen zu halten. Und im Slalom ist Sachlage ähnlich, ein Slalom ohne große Tücken, dafür können die Techniker richtig bolzen und viel Zeit auf die Abfahrtsläufer aufholen. Das Podium am Ende bestätigt dies: Romed Baumann aus Österreich hat mit überlegener Bestzeit in der Abfahrt den Grundstein gelegt, für seinen insgesamt zweiten Weltcupsieg, nach der Superkombination in Sestriere 2009. Platz 2 geht an Alexis Pinturault aus Frankreich (+1,10), der Riesentorlauf-Rookie war nach der Abfahrt nur auf Rang 27, hat aber im Slalom Laufbestzeit erzielt; und auf Rang 3 gefahren ist der Schweizer Abfahrts- und Super-G-Star Beat Feuz (+1,19). Zu den Verlierern des Tages zählt der Kroatische Allrounder Ivica Kostelic, er musste sich mit Rang 7 begnügen. Peter Fill aus Kastelruth hat mit einer brauchbaren Abfahrt und einem sehr guten Slalom Rang 8 erreicht, 10. wurde Christof Innerhofer aus Gais, der sich im Slalom nur um 0,02 Sekunden seinem Zimmerkollegen Peter Fill geschlagen geben musste.

Peter Fill im Ziel mit „Albert-Einstein-Zunge“

Nach dem Abfahrtslauf lagen Fill und Innerhofer auf den Rängen 11 und 14. Knapp einen Top-20-Platz verpasst hat Siegmar Klotz als 21., nach der Abfahrt war der Pawigler noch auf Rang 16. Immerhin ist der 24-Jährige aber der einzige Südtiroler, der bei allen drei Rennen in Chamonix gepunktet hat (24. am Freitag, 25. am Samstag, Anm. d. Red.). Pech hatte heute Dominik Paris. Der Ultner war Dritter nach dem Abfahrtslauf, und legte einen kämpferischen Slalom hin – kurz vor der letzten Zwischenzeit fädelte der 22-Jährige ein – Platz 4 wäre auf alle Fälle machbar gewesen. Ebenfalls im Slalom ausgeschieden sind Matteo Marsaglia, Mattia Casse und Paolo Pangrazzi.

Perfekte Sprung-Position – Christof Innerhofer

Die Skiherren jetten nach Russland, nach Sochi, dort findet am kommenden Wochenende die „Olympia-Generalprobe“ statt, mit Abfahrt und Superkombination am Samstag und Sonntag. Das erste Training für die Abfahrt steht bereits am Mittwoch auf dem Programm.