Superkombi Wengen: Südtiroler fast super

Veröffentlicht am 17. Januar 2014

Wer die Superkombination in der Vergangenheit totgesagt hat, der wurde am heutigen Freitag in Wengen eines Besseren belehrt. Allerdings müssen die Vorzeichen stimmen: Es braucht eine anspruchsvolle Slalompiste und eine ebenso anspruchsvolle Abfahrtsstrecke, idealerweise in einem historischen Skiort. Alle drei Punkte erfüllt Wengen, und am Ende gab es zwei spannende Läufe und eine für die Superkombination hauchdünne Entscheidung. Nach dem Slalomdurchgang lag Alexis Pinturault aus Frankreich überlegen in Führung, auf Platz 2 Kombiweltmeister Ted Ligety aus den USA. Der Amerikaner zeigte in der Abfahrt vor allem in den Schlüsselstellen „Brüggli-S“ und „Ziel-S“ seine technische Klasse, und auch in den schnellen Passagen hat Ligety nichts anbrennen lassen. Genau deshalb reichte es für seinen ersten Weltcupsieg in der Superkombination, nur 0,22 Sekunden vor Pinturault, der bis zum Schluss um den Sieg gekämpft hat. Platz 3 holt sich der Kroate Natko Zrncic-Dim, immerhin Broznemedaillengewinner in der Superkombination bei der WM 2009 in Val d´Isere. Bestzeit in der Abfahrt erzielt hat der Norweger Aksel Lund Svindal, der sich damit von Platz 22 auf 5 verbessert hat. Die Südtiroler haben das Maximum aus der heutigen Superkombi herausgeholt, mit soliden Slalomläufen und soliden Abfahrtsläufen. Allerdings war in der Abfahrt durch den Neuschnee die Piste stumpf geworden, speziell im langen Mittelteil, wo sie bis zu 1,5 Sekunden auf Svindal eingebüßt haben. Immerhin sind zwei Läufer in den Top-10, bester Südtiroler ist nach zweitbester Zeit in der Abfahrt, Christof Innerhofer auf Platz 7, Peter Fill wird Zehnter, und Dominik Paris schafft bei seinem Comeback Rang 15. Fill und Paris haben im Ziel ihrem Ärger Luft gemacht, Kopfschütteln war noch das harmloseste Zeichen. Im Slalom ausgeschieden ist Siegmar Klotz.

finish

Südtirols bester Kombinierer: Christof Innerhofer

Morgen Samstag steht in Wengen die klassische Lauberhorn-Abfahrt auf dem Programm, Start ist um 12 Uhr 30. Am Sonntag folgt der Slalom.