Super-G: Peter Fill scheitert in Gröden am letzten Tor

Veröffentlicht am 20. Dezember 2013

Es war alles angerichtet, für einen super Start in das große Skiweltcup-Wochenende in Südtirol. Der Nebel meinte es beim Super-G in Gröden am heutigen Freitag einigermaßen gut mit den Skistars, bis auf die ersten 20 Sekunden war es klar. Am Ende aber gab es außer gute Platzierungen wenig Grund zur Freude. Peter Fill ging als erster Südtiroler auf die Strecke, der Kastelruther war von Beginn an sehr schnell, bis zum verflixten letzten Tor: Die Saslong zeigte Zähne, beim Tunnelsprung war Fill etwas zu radikal unterwegs und fädelte weniger Meter vor der Ziellinie ein. Seine insgesamt drittbeste Zeit ist nur ein schwacher Trost, der Vizeweltmeister 2009 im Super-G wurde korrekterweise aus der Wertung genommen. Ohne eine Kommentar verließ der Kastelruther nach wenigen Minuten das Zielstadion. „Dieser Fehler darf einem Peter Fill nicht mehr passieren“, analysierte später Franz Gamper, der Ultner Trainer des Tagessiegers Aksel Lund Svindal aus Norwegen, „bei der Besichtigung war offensichtlich, dass das letzte Tor nicht zu direkt genommen werden kann.“ Peter Fill war aber nicht alleine, auch Hannes Reichelt und Bode Miller z.B. strauchelten dort.

Peter Fill wurde für seine hervorragende Fahrt in Gröden nicht belohnt

Etwas besser erwischten es die anderen Südtiroler im Rennen: Christof Innerhofer freut sich als Neunter über sein erstes Top-10-Ergebnis in Gröden, und Werner Heel zeigt mit Platz 11, dass die Formkurve stimmt. Beide haben allerdings eine bessere Platzierung durch eine sehr vorsichtige Linie im Zielschuss verschenkt, wahrscheinlich als Folge des Ausfalls von Peter Fill. Weiter nicht nach Wunsch läuft es hingegen für Siegmar Klotz, der als 38. die Punkteränge klar verfehlt hat. Den spektakulärsten Sturz des Tages geliefert hat Matteo Marsaglia, der Zweite vom Vorjahr wurde nach einer Welle im Mittelteil der Strecke zusammengedrückt und dann durch ein Tor geschleudert. Der gebürtige Römer wird bei der Abfahrt morgen Samstag nicht starten, und auch den Riesentorlauf am Sonntag in Alta Badia muss Marsaglia streichen.

Schmerz lass nach: Der Sturz von Matteo Marsaglia

Im Zielraum unterwegs war auch ein humpelnder Dominik Paris, nach seinem Crash beim Training am Mittwoch. Der Ultner wird bis zur Abfahrt von Bormio Ende Dezember pausieren, hat aber inzwischen seinen legendären Humor wieder: „Wenn ich nicht am Start stehe, stehe ich eben drüben beim Glühweinstand“. Mit Jan Hudec auf Platz 2 haben die Kanadier gezeigt, dass sie auf der Saslong immer sehr schnell sind, Rang 3 holt sich der Franzose Adrien Theaux.

Der Abfahrtsklassiker am Samstag auf der Saslong beginnt um 12 Uhr 15.