Super-G Lake Louise: Svindal gewinnt – Innerhofer im Pech

Veröffentlicht am 27. November 2011

Der erste Super-G der Herren in der Saison 2011/2012 wäre am Papier als sonniges Rennen mit einer eigenwilligen Kurssetzung gedacht gewesen, aber bekanntlich kommt es ja anders als man denkt: Ungünstiges Wetter mit Windböen und leichtem Schneefall führte dazu, dass der Start etwas nach unten versetzt werden musste, während der Kroatische Kurssetzer Ante Kostelic einen rhythmischen, fairen Lauf ausflaggte. Kostelic lebt nach der Devise  „man muss sich eben anpassen“…und das gilt für alles und jeden. Kostelic hat sich an die widrigen Bedingungen angepasst, mit der Kurssetzung, und Aksel Lund Svindal hat sich von den Läufern am besten angepasst, an Lauf und Wetter. Lange Zeit sah es so aus, als wäre der Schweizer Didier Cuche drauf und dran einen Doppelsieg in Lake Louise zu feiern, nach seinem Abfahrtstriumph gestern. Mit der hohen Nummer 26 brauste der Norweger Svindal, der vom Ultner Franz Gamper trainiert wird, aber auf Platz 1, und feierte damit seinen dritten Super-G-Sieg in Lake Louise nach 2005 und 2007. Hinter Cuche kam der Franzose Adrien Theaux auf Rang 3. Die Kastanien für die Azzurri aus dem Feuer geholt hat heute der Pawigler Siegmar Klotz, der mit Startnummer 67 auf Rang 13 preschte, und damit sein bestes Weltcupergebnis seiner noch jungen Karriere feiert. Der Rest der Super-G-Truppe hatte seine liebe Not auf der „Men´s Olympic Downhill“-Piste, Peter Fill verpasste als 16. knapp die Top-15. Weltmeister Christof Innerhofer wird Lake Louise sogar im Eiltempo verlassen, nachdem er sich bei der Einfahrt zum Steilhang ganz zwanglos vom Außenski getrennt hatte – die Bilanz: vier Starts, drei Stürze! Patrick Staudacher kam auf Rang 35, Matteo Marsaglia 42, Werner Heel 43, Hagen Patscheider 54, und Dominik Paris ging nicht an den Start.

Siegmar Klotz in Lake Louise 2011

Die Herren übersiedeln jetzt in die USA, wo in Beaver Creek ab Freitag Abfahrt, Super-G und Riesentorlauf im Kalender stehen.