Super-G in Kitzbühel: Nur Fill und Innerhofer in den Punkterängen

Veröffentlicht am 26. Januar 2014

Zuerst kein Schnee in Kitzbühel, und jetzt zuviel Schnee und Wind. Der auf den heutigen Sonntag verschobene Super-G auf der Streif musste um drei Stunden, auf 13 Uhr 15 verlegt werden, und der Start musste auf die Seidel-Alm nach unten versetzt werden. Weil die technisch extrem anspruchsvollen Passagen „Hausbergkante“ und „Traverse“, wie schon in der Abfahrt am Samstag, über den „Ganslernhang“ umfahren wurden, ist ein Sprint-Super-G übrig geblieben. Italiens Skilegende und TV-Kommentator Paolo De Chiesa sprach deswegen gar von einem „Kinderrennen“, von einem Bewerb ohne Schwierigkeiten. Trotzdem, oder gerade deswegen, war es extrem schwierig zu gewinnen, der kleinste Fehler wurde teuer bezahlt, denn die Zeitabstände waren extrem knapp. Etwas überraschend war der Schweizer Didier Defago nicht zu schlagen, der 36-Jährige ist der „Opa“ im Skiweltcup und feiert seinen insgesamt fünften Weltcupsieg. Knapp dahinter auf Platz 2 folgt der nur 10 Tage ältere Bode Miller aus den USA, mit einem Rückstand von nur 0,05 Sekunden. Platz 3 geht an den Norweger Aksel Lund Svindal, zeitgleich mit Max Franz aus Österreich. Nicht in den Top-15 die Südtiroler, Neo-Papi Peter Fill wird Zwanzigster, nur 0,74 Sekunden hinter Sieger Defago. Christof Innerhofer muss sich mit Rang 25 begnügen, und 0,88 Sekunden Rückstand auf Platz 1. Werner Heel belegt Rang 38, Siegmar Klotz Platz 62 und Dominik Paris ist kurz vor dem Ziel an einem Tor vorbei gefahren.

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Peter Fill: Bester Azzurro beim Super-G auf der Streif

Im letzten Super-G vor den Olympischen Spielen müssen die Azzurri eine bittere Pille schlucken, die schlechte Sicht, der weiche Schnee und die kurze und leichte Strecke sind aber durchaus eine plausible Erklärung dafür, denn es sind Bedingungen, die unsere Läufer einfach nicht mögen.

Das Kitzbühel-Wochenende geht mit dem Kombislalom am Abend zu Ende, denn der heutige Super-G war zum einen ein separates Rennen, zum anderen aber auch der erste Durchgang der Superkombination. Beim Slalom (18 Uhr) starten u.a. Peter Fill, Christof Innerhofer und Siegmar Klotz.