Super-G Crans-Montana: Didier Cuche gewinnt – Innerhofer Sechster

Veröffentlicht am 24. Februar 2012

Der “Oldie” Didier Cuche ist derzeit in der Form seines Lebens. Seit der Schweizer in Kitzbühel bekannt gegeben hat, dass er am Ende der Saison mit dem Skirennsport aufhören wird, rast der 37-Jährige von Sieg zu Sieg. Zuerst gewinnt der Schweizer die Abfahrtsklassiker in Kitzbühel und Garmisch-Partenkirchen, und jetzt setzt er in seinem “Heimrennen” in Crans-Montana im Super-G nach. Bei frühlingshaften Pistenverhältnissen sah der mit Startnummer 6 führende Kanadier Jan Hudec lange wie der klare Sieger aus, von einem typischen Startnummernrennen war schon die Rede. Mit Startnummer 20 aber machte Cuche alles richtig, mit Fortdauer des Rennens wurde der gelernte Metzger immer schneller, im Ziel lag er schließlich 0,16 Sekunden vor Hudec. Platz 3 geht, etwas überraschend, an den Pitztaler Benjamin Raich, der mit Startnummer 21 ins Rennen gegangen ist. Zufrieden darf auch der amtierende Super-G Weltmeister Christof Innerhofer sein, der Gaiser fuhr mit der hohen Nummer 22 auf Platz 6. Für Innerhofer ist es das beste Weltcup-Ergebnis in dieser Disziplin seit Rang 4 in Beaver Creek im Dezember 2010.

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Hat Grund zum Jubeln: Christof Innerhofer

Eine ordentliche Schrecksekunde wegstecken musste Peter Fill. Der Kastelruther hatte die günstige Startnummer 5, kam mit Bestzeit zur ersten Zwischenzeit, wurde dann aber beim Sprung weit nach unten katapultiert. Bei der Landung im Flachen konnte der Super-G-Vizeweltmeister 2009 mit Mühe und Not einen kolossalen Sturz vermeiden, verlor aber auch einiges an Zeit und wertvolle Geschwindigkeit für den flachen Mittelteil. Immerhin stellt der 29-Jährige sein bestes Super-G-Resultat in diesem Winter ein. (16. in Lake Louise Ende November 2011, Anm. d. Red.) Bei dem (grenzwertigen) Sprung hatten etliche Läufer Probleme, am schlimmsten erwischte es den Super-G-Sieger von Beaver Creek 2011, Sandro Viletta. Der Schweizer konnte bei der Landung dem Druck nicht mehr standhalten, kam zu Sturz, verlor den Helm und blieb mit zerkratztem Gesicht benommen im Schnee liegen. Viletta ist dann noch mit den Skiern ins Tal gefahren, er dürfte morgen wieder am Start sein. In seinem ersten Super-G in dieser Saison hat der Ultner Dominik Paris eine saubere Leistung gezeigt, der bald 23-Jährige wurde für den fiebrigen Siegmar Klotz nachnominiert. Mit der sehr hohen Startnummer 66 fuhr Paris auf Rang 31, die Punkteränge verpasste er um die Winzigkeit von 3/100 Sekunden. Weiter tief in Krise ist der Passeirer Werner Heel als 40.. Weltcup-Punkte eingefahren haben Matteo Marsaglia und Mattia Casse auf den Plätzen 22 und 25, Giovanni Bosotti wurde 44.. Sein bestes Weltcup-Ergebnis im Super-G eingefahren hat heute mit Rang 23 Jeffrey Frisch aus Sand in Taufers. Der 27-Jährige startet für Kanada.

Im Kampf um die Gesamtwertung im Skiweltcup hat sich heute wenig getan: Der Leader Marcel Hirscher ging als 34. leer aus, während der Schweizer Speed-Spezialist Beat Feuz mit Rang 20 hinter seinen Erwartungen geblieben ist. Feuz liegt nun 41 Punkte hinter Hirscher auf Rang 3. Der heutige Super-G in Crans-Montana war das Ersatzrennen für den abgesagten Bewerb in Kitzbühel, morgen folgt im Wallis der eigentliche Super-G von Crans-Montana, Start ist um 11 Uhr 30. Am Sonntag steht der Riesentorlauf auf dem Programm.

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