„Startnummernrennen“ in Zagreb – 3 Azzurri reiten in Top-10

Veröffentlicht am 5. Januar 2012

Die Slalomläufer im Skiweltcup bieten derzeit einfach die perfekte Ski-Show. Egal welche Bedingungen herrschen, perfekte Bedingungen wie in Beaver Creek oder Alta Badia, oder mieseste Bedingungen wie in Zagreb, jedes Rennen ist ein sportliches Feuerwerk. Wegen der extrem hohen Temperaturen und des Föhnwindes war es ohnedies ein Wunder, dass der Nachtslalom am Bärenberg, dem Hausberg von Zagreb, überhaupt stattgefunden hat. Bis auf ein weißes Schneeband ist der gesamte Berg braun, auf dem „Frühjahrsschnee“ sind schon nach wenigen Läufern Spuren, Löcher und Rinnen entstanden.

Hat sich in der Slalom-Weltspitze etabliert – Cristian Deville aus dem Fassatal

Schon im ersten Durchgang hat sich die „extra-weiche“ Piste abgezeichnet, zur Halbzeit lagen mit Marcel Hirscher aus Österreich, Vorjahressieger Andre Myhrer aus Schweden, Lokalmatador Ivica Kostelic und dem Deutschen Felix Neureuther die Startnummern 1 bis 4 der Reihe nach in Führung. Bester der Azzurri nach dem ersten Durchgang war Cristian Deville aus Moena auf Rang 5, der Enneberger Manfred Mölgg lag in der Zwischenwertung auf Platz 8, und der Sarner Patrick Thaler war 22. Im zweiten Durchgang hat der 31-Jährige seine weit bessere Startnummer genutzt, und ist auf Rang 12 vorgefahren. Manfred Mölgg hatte im Finallauf mit den schwierigen Bedingungen seine Probleme, am Ende blieb er Platz 8, eine solide Leistung nach zwei Ausfällen in Folge (Alta Badia und Flachau). Gut auch Stefano Gross, der sich  mit drittbester Zeit im zweiten Durchgang von 19 auf 10 verbessert hat, während Giuliano Razzoli auf Rang 23 zurückgefallen ist.

Manfred Mölgg ist nach zwei Ausfällen wieder in Top-10 gefahren

Die Halbzeitführenden hatten ebenfalls ihren Spaß mit der „Buckelpiste“, Cristian Deville legte als 5. nach dem ersten Durchgang eine neue Bestzeit vor, die der Deutsche Felix Neureuther umgehend unterbot. Ivica Kostelic versuchte es mit Eleganz, was nur für Platz 3 reichte, während der Schwede Andre Myhrer aus der Spur geworfen wurde, und auf Rang 5 durchgereiht wurde. Der 22-jährige Salzburger Marcel Hirscher aber ist förmlich durch die Tore „geflogen“, in Manier eines Freeriders hat er seine Halbzeitführung souverän verteidigt, und freut als erster Läufer in diesem Winter über drei Weltcup-Siege (Riesentorlauf Beaver Creek und Slalom Alta Badia). Der Weltcup-Zirkus zieht jetzt weiter in die Schweiz, wo am Samstag in Adelboden ein Riesentorlauf auf dem Programm steht, am Sonntag folgt der Slalom.