St. Anton bringt die Wende bei den Italienischen Abfahrtsdamen – 6 in Top 30

Veröffentlicht am 16. Januar 2013

Vor zwei Wochen noch waren die Abfahrtsläuferinnen des italienischen Skiverbandes FISI die „Looser“ der Nation, manch italienische Tageszeitung machte eine Riesenstory aus der aktuellen Flaute bei den Speed-Damen. Damen-Chef Raimund Plancker wurde zitiert mit den Worten „mit einer Model-Figur gewinnt man keine Abfahrt“, Daniela Merighetti konterte mit einem Foto ihrer Oberschenkel und meinte lakonisch „sind das Model-Maße?“ Seit heute sind diese „Schmeicheleien“ Geschichte: Daniela Merighetti braust auf der „Kar Schranz“-Piste von St. Anton auf Platz 2, nur 0,07 Sekunden hinter der Siegerin Alice McKennis aus den USA. Für die 23-Jährige ist es der erste Weltcupsieg ihrer Karriere, bisher war Rang 7 beim Weltcupfinale in Schladming im März ihr bestes Ergebnis. Platz 3 sicherte sich Anna Fenninger aus Österreich, knapp vor der Weltcupführenden Tina Maze aus Slowenien.

Mannschaftlich haben sich die Azzurre auf der „Streif der Damen“, wie die Piste in St.Anton in Anlehnung an Kitzbühel auch genannt wird, sehr gut präsentiert: Elena Fanchini und Francesca Marsaglia fuhren zeitgleich auf Platz 17, Verena Stuffer aus Gröden wurde 23., „nur“ 1,15 Sekunden hinter der Bestzeit.

Los geht´s: Verena Stuffer verlässt das Starthaus

Lisa Agerer vom Reschen konnte ihre gute Trainingsleistung (noch) nicht ins Rennen umsetzen, unmittelbar hinter ihrer Teamkollegin Elena Curtoni wurde Agerer 30.. Mit jeweils sechs Läuferinnen in den Top-30 liegen die USA, die Schweiz und Italien gleichauf auf Platz 1. Wegen des starken Schneefalls in der vergangenen Nacht musste der Start des heutigen Rennens um eine gute halbe Stunde nach hinter verschoben werden, der Super-G morgen Sonntag sollte planmäßig beginnen.