Sölden ruft – Neun Südtiroler beim Start in die neue Skiweltcupsaison dabei | Südtiroler Skistars, Ski Alpin Weltcup WM Sport News Südtirol

Sölden ruft – Neun Südtiroler beim Start in die neue Skiweltcupsaison dabei

Veröffentlicht am 18. Oktober 2011

An diesem Wochenende geht´s los mit dem Skiweltcup. Fast auf den Tag genau sieben Monate sind vergangen, seit dem letzten Rennen beim Weltcupfinale 2011 in Lenzerheide in der Schweiz, am 19. März. Die neue Saison beginnt traditionell in Sölden im Ötztal, zwei Riesentorläufe stehen auf dem Programm. Am Samstag, 22. Oktober starten die Damen, am Sonntag 23. Oktober folgen die Herren. Die Startzeiten sind jeweils 9 Uhr 45 erster Durchgang, und 12 Uhr 45 zweiter Durchgang. 10 Damen und 10 Herren stehen im Kader der „Azzurri“, darunter auch 9 Südtiroler. Das Sölden-Aufgebot birgt einige Überraschungen, während die Stilfserin Nicole Gius nicht die teaminterne Qualifikation geschafft hat, ist die 23-jährige Anna Hofer aus dem Ahrntal in Sölden am Start. Abgerundet wird die Startaufstellung der Südtirolerinnen durch Denise Karbon, Manuela Mölgg und Lisa Agerer, die 2009  in Sölden in Weltcup-Debüt gefeiert hat. Aus Sicht der Azzurre zählt die Riesentorlauf-Vizeweltmeisterin 2011, Federica Brignone, zum erweiterten Favoritenkreis.

Denise Karbon beim Sölden-Riesentorlauf 2010

Bei den Herren sind fünf Südtiroler am Start: Manfred Mölgg, Christof Innerhofer, Florian Eisath, Alexander Plonder und der Routinier Michael Gufler. Für den 32-jährigen Passeirer schien die Karriere vorbei, nachdem er im Sommer aus der Nationalmannschaft geflogen ist.

Für die Südtiroler ist die Strecke am Rettenbachferner eine Medaille mit zwei Seiten: Den Damen scheint der anspruchsvolle Hang in Höhenlage zu liegen, 2007 konnte Denise Karbon aus Kastelruth gewinnen, 2008 fuhr sie auf Rang 4, 2009 auf Rang 3. Und im Vorjahr legte die Ennebergerin Manuela Mölgg nach, mit Rang 3.

Bei den Herren ist es dagegen in Sölden nie richtig „rund“ gelaufen; als einziger konnte sich Manfred Mölgg im Jahr 2007 mit Platz 6 in Szene setzen. Für heuer stapelt Mölgg vor dem Weltcup-Auftakt tief: „Im Slalom stimmt die Form, im Riesentorlauf muss ich noch das richtige Gefühl finden“, sagt der Slalomspezialist aus Enneberg.

Genau verfolgen werden die Skifans, Trainer und Rennläufer den Auftritt von Christof Innerhofer in Sölden. Wie es heißt, ist der dreifache WM-Medaillengewinner von Garmisch in bestechender Form. „Inner“ will in diesem Winter regelmäßig im Riesentorlauf starten, und (wenn geht) regelmäßig in die Punkteränge fahren. Langfristig ist somit der Gesamtweltcup das Ziel für den Gaiser.

Der Enneberger Alexander Ploner ist erst vor wenigen Wochen am Knie operiert worden, seine Erwartungen an Sölden sind daher bescheiden. Erstmals verletzungsfrei durch den Sommer gekommen ist dagegen Florian Eisath aus Obereggen. Der 27-jährige Riesentorlaufspezialist freut sich auf den Beginn der Skisaison: „In Sölden sind immer viele Fans aus Südtirol, jetzt will ich ihnen einen gute Show bieten“, gibt sich Florian Eisath zuversichtlich.

Volle Konzentration vor dem Start: Florian Eisath

Im Vorjahr hat den Riesentorlauf der Damen die Deutsche Viktoria Rebensburg gewonnen, vor ihrer Landsfrau Kathrin Hölzl, und Manuela Mölgg aus Enneberg. Der Riesentorlauf der Herren musste im Vorjahr wegen Schlechtwetter nach dem ersten Durchgang abgesagt werden. 2009 hat der Schweizer Didier Cuche gewonnen.