Slalom: Südtirolerinnen müssen weiter auf Erfolgserlebnis in Levi warten

Veröffentlicht am 10. November 2012

Das kleine Örtchen Levi in Finnland ist ein beschauliches Nest, nördlich des Polarkreises ticken die Uhren einfach anders. Wenn aber der Skiweltcup in Levi Station macht, dann kommt Bewegung ins Dorf – einige hundert Zuschauer sind gewissermaßen ein Großereignis dort. Und sie haben heute ein spannendes Rennen gesehen: Nach dem ersten Durchgang lag Lokalmatadorin Tanja Poutiainen in Führung, vor Maria Höfl-Riesch aus Deutschland und der erst 17-jährigen Mikaela Shiffrin aus den USA. Im zweiten Durchgang setzte sich Tina Maze aus Slowenien an die Spitze, dann Shiffrin und gleich darauf Höfl-Riesch. Tanja Poutiainen konnte im Entscheidungslauf im oberen Streckenteil ihren Vorsprung ausbauen, im steileren Mittelteil und im flachen Zielabschnitt war die Finnin aber gegen die Deutsche Riesch chancenlos. Am Ende fehlten Poutiainen 0,55 Sekunden auf Riesch.

Für die beiden Südtirolerinnen Manuela Mölgg und Nicole Gius war der Arbeitstag bereits nach dem ersten Durchgang vorbei, beide konnten sich nicht für den zweiten Lauf qualifizieren, mit den Rängen 44 (!) und 37. Der Ennebergerin Mölgg war klar anzusehen, dass ihre Rückenschmerzen Rennsport eigentlich gar nicht zulassen, und die Stilfserin Gius hat damit möglicherweise eine ihrer letzten Chancen verpasst, sich nochmals im Weltcup zu etablieren.

Ernste Miene: Manuela Mölgg

Insgesamt sind die „Azzurre“ heute nur hauchdünn an ihrem schlechtesten Levi-Ergebnis vorbeigeschrammt, mit den Rängen 16 durch Chiara Costazza und 19 durch Irene Curtoni.

Morgen Sonntag (11.11.) starten auch die Herren in die Slalomsaison. Drei Südtiroler sind dabei: Manfred Mölgg aus Enneberg, Patrick Thaler aus dem Sarntal und Riccardo Tonetti aus Bozen. Der erste Durchgang beginnt um 10 Uhr, der zweite Durchgang um 13 Uhr.