Slalom Lienz: Manuela Mölgg rettet Ehre der Azzurre

Veröffentlicht am 29. Dezember 2011

Der Slalom ist derzeit nicht die Problem-Disziplin der italienischen Skidamen, der Slalom ist mehr oder weniger eine „one-woman-show“ von Manuela Mölgg. Die Ennebergerin ist im Slalom eine Bank, trotz ihrer ständigen Rückenschmerzen. In Lienz kam dann auch noch eine Kolik hinzu, weshalb die 28-Jährige kurz das Krankenhaus aufsuchen musste. In ihrer Paradedisziplin lag Mölgg nach dem ersten Durchgang heute auf Rang 3, im zweiten Durchgang aber gingen ihr Kraft und Mut aus auf der ramponierten Strecke, aber immerhin reichte es für Platz 6, ihr bisher bestes Saisonergebnis, nach den Rängen 10 und 7.

Die Nummer 1 im italienischen Slalomteam: Manuela Mölgg

Von alledem nicht beeindrucken lassen hat sich die Salzburger „Slalom-Queen“ Marlies Schild, sie feiert im vierten Slalom der Saison ihren vierten Sieg, mit 0,79 Sekunden Vorsprung auf Tina Maze aus Slowenien. Für eine riesen Überraschung gesorgt hat die erst 16-jährige Mikaela Shiffrin aus den USA, mit der hohen Startnummer 40 fuhr sie auf Rang 3, ihr erster Podestplatz im sechsten Weltcuprennen. Wenig beeindruckend hingegen die Ergebnisse der anderen Azzurre: Irene Curtoni, Elena Curtoni, Nicole Gius und Federica Brignone konnten sich nicht für den zweiten Durchgang qualifizieren, Chiara Costazza ist im ersten Lauf ausgeschieden. Für die Slalomläuferinnen wird der Jahreswechsel kurz, am 3. Jänner steht in Zagreb der Nachtslalom auf dem Programm.