Slalom: Ivica Kostelic triumphiert in Kranjska Gora – Mölgg Neunter

Veröffentlicht am 10. März 2013

Der Alte hat es den Jungen gezeigt! In den schnellen Disziplinen, vor allem in der Abfahrt, ist die Routine wichtig, wer schon zig Fahrten auf der Streif auf dem Buckel hat, der kennt die Tücken und die Feinheiten der Strecke, und hat einen großen Vorteil gegenüber den „jungen Wilden“. Am heutigen Sonntag hat ausnahmsweise auch im Slalom die Routine den Unterschied gemacht. Wie schon gestern im Riesentorlauf waren die Bedingungen in Kranjska Gora auch heute im Slalom grenzwertig. Bei slowenischem Früjahrsschnee war Alexis Pinturault im ersten Durchgang mit Startnummer 1 klar im Vorteil, der 21-Jährige fuhr eine souveräne Laufbestzeit, mit 1,45 Sekunden Vorsprung auf Andre Myhrer aus Schweden, und 1,51 Sekunden vor dem Kroaten Ivica Kostelic. Die Südtiroler Manfred Möllg, Patrick Thaler und Riccardo Tonetti klassierten sich zur Halbzeit auf den Rängen 10, 13 und 28. Im entscheidenden zweiten Durchgang hat Tonetti seine gute Startnummer ausgenutzt, der Bozner verbesserte sich auf Rang 19, sein bislang bestes Weltcupergebnis. Im Vorjahr hatte er im Slalom von Kranjska Gora als 30. erstmals gepunktet. Patrick thaler war lange auf dem Weg zu einer Zwischenführung, im Zielhang aber hat der Sarner viel Zeit liegen lassen, wahrscheinlich wegen seiner hartnäckigen Entzündung der Pathellasehne – mehr als Platz 11 war heute nicht drin. Ebenfalls nicht um den Sieg mitgefahren ist Manfred Mölgg, der Enneberger ist auch heute nicht mit den Bedingungen auf dem „Podkoren“ klar gekommen, immerhin hat er mit Platz 9 aber ein Top-10 Ergebnis geschafft, zum sechsten Mal in 8 Slaloms, beachtlich.

Manfred Mölgg setzt in Kranjska Gora seine Slalom-Serie fort

Slalomweltmeister Marcel Hischer hatte auch im zweiten Durchgang ungewöhnlich viele Patzer, dank seiner Klasse setzte er sich aber in Führung. Einzig Slalom-Altmeister Ivica Kostelic konnte auf der arg ramponierten Strecke seine Routine geschickt einsetzen, hielt Hirscher problemlos in Schach, und fuhr eine sichere Bestzeit ins Ziel. Myhrer wurde bis auf Rang 6 durchgereicht, und (fast wie erwartet) brachte Pinturault seine 1,51 Sekunden Vorsprung nicht über die Ziellinie. Nach der zweiten Zwischenzeit, und ohne Zeitverlust auf Kostelic kam der obligatorische Pinturault-Fehler, der Franzose kam von der Linie ab und fädelte ein – aus und vorbei. Platz drei erbte der Tiroler Mario Matt. Weil im ersten Durchgang bereits der Deutsche Felix Neureuther ausgeschieden ist, sicherte sich Hirscher heute die kleine Kristallkugel im Slalomweltcup.Vier Rennen vor Schluss liegt Hirscher in der Gesamtwertung nun 149 Punkte vor Aksel Lund Svindal.

Ebenfalls nicht ins Ziel gekommen sind heute Cristian Deville und Giuliano Razzoli, Stefano Gross wurde nach einem schweren Fehler im zweiten Lauf nur 20.

Für das Finale in Lenzerheide qualifiziert haben sich Manfred Mölgg (5) und Patrick Thaler (14), sowie Stefano Gross, Giuliano Razzoli und als 25. gerade noch Cristian Deville.