Riesentorlauf: „Skilehrer“ Ted gibt in Alta Badia Lehrstunde

Veröffentlicht am 16. Dezember 2012

Die Gran Risa-Piste hier in Alta Badia zählt gemeinsam mit Adelboden zu den schönsten und anspruchsvollsten Riesentorlaufstrecken im gesamten Skiweltcup-Zirkus. Am heutigen Sonntag hat sie neuerlich ihre Zähne gezeigt, und von Beginn an die Spreu vom Weizen getrennt. Nach dem ersten Durchgang hatte Ted Ligety aus den USA unglaubliche 2,4 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplatzierten Marcel Hirscher aus Österreich. Der Enneberger Manfred Mölgg lag zur Halbzeit auf Rang 9, Florian Eisath aus Eggen auf Platz 28. Sein Weltcupdebüt auf Rang 49 beendet hat der 20-Jährige Alex Zingerle aus Stern im Gadertal. „Es war super, allerdings habe ich gemerkt, wie viel ich noch trainieren muss“, sagte der Newcomer nach seinem ersten Weltcupstart ausgerechnet in seinem Heimatort. Im zweiten Durchgang kam Florian Eisath neuerlich nicht richtig in Fahrt, am Ende reichte es nur für ein paar Weltcuppunkte und Rang 26. Und auch Manfred Mölgg fühlte sich im Finallauf nicht sonderlich wohl, und wurde auf Rang 19 durchgereiht. „Ich dachte, es war eine gute Fahrt. Offensichtlich wäre mehr gegangen“, rätselte der 30-Jährige nach dem Rennen, „es kann sein, dass ich zu brav gefahren bin“.

Manfred Mölgg kämpft auf und mit der Gran Risa-Piste

Für eine Überraschung im italienischen Skiteam gesorgt hat Luca De Aliprandini. Der 21-Jährige aus Tuenno am Nonsberg (TN) kam dank einer super Leistung im zweiten Durchgang auf Rang 11 vor. Ähnliches gilt für Davide Simoncelli aus Rovereto, der Platz 5 belegt, während Vorjahressieger Max Blardone auf dem Weg zu einem Podestplatz ausgeschieden ist. Rang 3 sicherte sich Tomas Fanara aus Frankreich, Zweiter wurde Marcel Hirscher, und der Sieg ging nach einem Husarenritt mit zwei Ausrutschern an Ted Ligety. Im Ziel war seine Freude gedämpft: „Nur“ 2,04 Sekunden Vorsprung. In der Riesentorlaufwertung führt Ligety mit 360 Punkten, Hirscher folgt mit 320, und Manfred Mölgg liegt mit 162 Punkten auf Platz 3.

Der Skiweltcup-Zirkus bleibt noch bis Jahresende in Italien. Am Dienstag wird in Madonna di Campiglio (TN) der Nachtslalom ausgetragen, und am 29. Dezember folgt inn Bormio (SO) der Abfahrtsklassiker.