Nordamerika-Rennwochen beginnen – Lake Louise und Aspen machen den Anfang

Veröffentlicht am 21. November 2011

In zwei Tagen beginnt auch für die Abfahrts-Elite der Skiwinter. Am Mittwoch steht das erste offizielle Training für die Abfahrt am Samstag in Lake Louise in Kanada auf dem Programm. Die Südtiroler Speed-Truppe mit Christof Innerhofer, Peter Fill, Werner Heel, Dominik Paris, Hagen Patscheider und Siegmar Klotz, sowie Matteo Marsaglia und Mattia Casse, hat sich in Nakiska auf den Saisonstart vorbereitet, bei mehr oder weniger idealen Bedingungen. Trotz Schneemangels sind die Pisten mit Kunstschnee bestens präpariert, abseits der Pisten schaut es zumindest in den tieferen Lagen mager aus mit der „weißen Pracht“.

Talstation „Olympic“-Lift in Nakiska

Bis zum Wochenende waren die Temperaturen zudem recht angenehm, doch dann hat der Kanadische Winter seine Muskeln spielen lassen: Minus 26 Grad!!! Die Stimmung im Team ist sehr gut, selbst die üblichen Pannen mit dem Gepäck am Flughafen konnten Peter Fill und Dominik Paris, die bis zu vier Tage auf die Koffer warten mussten, nicht aus der Ruhe bringen. „Sigi (Siegmar Klotz, Anm. d. Red.) hat mir ein Paar Skischuhe gegeben, und Matteo Marsaglia einen Helm“,  fasst Dominik Paris seine Improvisationskünste zusammen. Eine schmerzhafte Schrecksekunde gab es für Christof Innerhofer, der Gaiser ist beim Super-G-Training mit einem Arm bei einer Torstange hängen geblieben. Nach der Untersuchung aber steht fest, es ist nichts passiert, abgesehen von den blauen Flecken. Übermorgen Mittwoch beginnt der Ernst des Lebens, mit dem ersten Abfahrtstraining in Lake Louise, für das Rennen am Samstag. Am Sonntag folgt in Lake Louise der Super-G. Die Schneeverhältnisse in Lake Louise sind optimal, einzig im Startbereich hat der Wind zuletzt etwas an Schnee weggefegt, zumindest an exponierten Stellen.

Peter Fill in Lake Louise 2010

Die Damen eröffnen den Reigen der Nordamerika-Rennen hingegen in Aspen in den USA. Die Bedingungen im Nobelskiort sind eine Spur besser, wie bei den Herren in Nakiska, perfekter Kunstschnee, aber sonst nicht viel. Die Vorbereitung in Vail ist für Denise Karbon und Co. ideal verlaufen, die Form scheint zu stimmen, wie auch die Ergebnisse der zwei FIS-Rennen von Vail belegen: Im ersten Riesentorlauf war Giulia Gianesini nicht zu schlagen, vor Federica Brignone; Denise Karbon fuhr auf Rang 7, Nicole Gius auf 10. Im zweiten Riesentorlauf schafften es zwei Südtirolerinnen aufs Podest: Denise Karbon holte Platz 2, Lisa Agerer Platz 3, den Sieg holte sich die Liechtensteinerin Tina Weirather. Etwas Aufholbedarf haben die Azzurre noch im Slalom: Beim FIS-Slalom in Copper Mountain ging der Sieg klar an die US-Amerikanerin Resi Stiegler, als 6. war Irene Curtoni die beste Italienerin. Nicole Gius fuhr auf Rang 8, Manuela Mölgg kam als 13. ins Ziel.

Die Vorbereitungen in Vail für die beiden Rennen in Aspen an diesem Wochenende (Riesentorlauf Samstag, Slalom Sonntag) sind nach Wunsch verlaufen, auch zahlreiche andere Nationen haben in Vail trainiert, wie etwa die Schweizer, Österreicher, Finnen oder die Deutschen. „Der Jetlag ist endlich überstanden“, erklärt Denise Karbon, „das Training läuft gut, und es zwischendurch blieb auch etwas Zeit zum Shoppen“.

Vier Rennen stehen in dieser Woche im Kalender, den Anfang machen die Damen, mit dem Riesentorlauf am Samstag in Aspen (1. Durchgang um 18 Uhr 15 unserer Zeit, 2. Durchgang um 21 Uhr 15). Dazwischen folgt die Abfahrt der Herren in Lake Louise (19 Uhr 30). Am Sonntag bestreiten die Damen in Aspen den Slalom (18 Uhr 15 und 20 Uhr), und die Herren kämpfen in Lake Louise um die ersten Super-G-Punkte der Saison (19 Uhr).

Ab Ende November sind die Damen in Lake Louise (2x Abfahrt, 1x Super-G), und die Herren in Beaver Creek (USA), für Abfahrt, Super-G und Riesentorlauf.