Manfred Mölgg rockt Sölden

Veröffentlicht am 28. Oktober 2012

Im Blindflug ist der Enneberger Manfred Mölgg in die WM-Saison 2013 gestartet. Beim Riesentorlauf am heutigen Sonntag am Rettenbachferner in Sölden ist der 30-Jährige sensationell auf Platz 2 gefahren. Den Grundstein für diesen Podestrang gelegt hat Mölgg bereits im ersten Lauf, er hat die einwandfreien Bedingungen perfekt genutzt und ist auf Rang 3 der Halbzeitwertung gefahren. In der Mittagspause ist wie schon gestern bei den Damen dichter Nebel aufgezogen, und es hat erneut Schneefall eingesetzt. Mit einer soliden und zugleich flotten Fahrt im Entscheidungslauf konnte Manfred Mölgg seinen Vorsprung auf den bis dahin überlegen führenden österreicher Marcel Hirscher verteidigen. Nach seiner Bestzeit im Ziel legte sich Mölgg in den Schnee und küsste seine Ski. Ein entfesselt fahrender Ted Ligety deklassierte anschließend den Rest der Welt, der US-Amerikaner kam mit einem Rekordvorsprung von 2,74 Sekunden auf Manfred Mölgg ins Ziel. Der Halbzeitführende Thomas Fanara aus Frankreich verbockte den zweiten Durchgang und musste sich am Ende mit dem undankbaren vierten Platz begnügen.

Manfred Mölgg im ersten (sonnigen) Durchgang von Sölden

„Wir haben sehr gut gearbeitet im Sommer, neues Material hin oder her“, erklärte Manfred Mölgg nach der Siegerehrung. Es ist dies sein bestes Riesentorlaufergebnis in Sölden (bisher 6. Platz 2007, Anm. d. Red.) und sein dritter zweiter Platz in dieser Disziplin, nach Bad Kleinkirchheim und Kranjska Gora in der Saison 2007/08. Auch ist Platz 2 von Manfred Mölgg das beste Ergebnis eines Südtirolers in Sölden, im Gegensatz zu den Damen hatten die Herren am Rettenbachgletscher bislang nur einen vierten Platz vorzuweisen (Arnold Rieder 2003).

Ebenso gut gelaunt die „Nebelsuppe“ von Sölden verlassen hat Florian Eisath. Der „Bär“ aus dem Eggental lag zur Halbzeit auf Platz 21, und ist dank einer souveränen Fahrt im zweiten Lauf bis auf Rang 11 vorgefahren. Eisath hat damit sein bislang bestes Weltcupergebnis eingestellt (Superkombi Wengen 2008). „Ich hab nur das gemacht was ich kann, und es hat endlich funktioniert“, analysierte der 28-Jährige nach seinem Rennen, „und es freut mich, dass ich mich auf diese Art bei meinen treuen Fans bedanken kann“.  Der junge Roberto Nani aus dem Trentino hat mit Rang 18 sein bislang bestes Weltcupergebnis erreicht, die anderen Azzurri sind ausgeschieden, u.a. Max Blardone und Davide Simoncelli.

Der Skizirkus macht jetzt zwei Wochen Pause, am 10. und 11. November geht es in Levi in Finnland mit einem Slalom der Damen am Samstag und einem Slalom der Herren am Sonntag weiter.