Lenzerheide: Emotionaler Abschied von Denise Karbon nach 16 Jahren

Veröffentlicht am 16. März 2014

Es war ein Weltcupfinale mit vielen Emotionen: In Lenzerheide in der Schweiz ist am heutigen Sonntag der Skiweltcupwinter 2013/14 offiziell zu Ende gegangen, mit dem Riesentorlauffinale der Damen. Das Sportliche wurde beinahe zur Nebensache, denn gleich zwei ganz Große dieser Disziplin haben ihre Karriere beendet: Tanja Poutiainen aus Finnland verabschiedet sich nach 259 Weltcupstarts, vier WM-Medaillen und 11 Weltcupsiegen in den sportlichen Ruhestand, und auch unsere Denise Karbon sagt „Servus“. Die Kastelrutherin hat nach 16 Jahren und 154 Starts ihre Karriere in Lenzerheide beendet, mit zwei WM-Medaillen, einer kleinen Kristallkugel und insgesamt 6 Siegen. Zum zweiten Durchgang ist die 33-Jährige in einer traditionellen Kastelruther Tracht erschienen. Auf dem Weg ins Ziel hat sich von Trainern und Freunden entlang der Piste Abschied genommen. Im Ziel knallten begleitet von tosendem Applaus von der Zuschauertribüne die Sektkorken.

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Denise Karbon mit ihren Teamkollegen und -innen und dem Betreuerstab

„Es ist ein sehr emotionaler Moment“, sagt Denise Karbon, „aber erstaunlicherweise war ich gar nicht so nervös wie befürchtet“. Für die Zukunft lässt sich die Kastelrutherin alle Optionen offen, ein Studium der Physiotherapie an der Landesfachhochschule für Gesundheitsberufe „Claudiana“ in Bozen würde sie aber reizen. „Ich habe nicht Tage sondern Wochen in der Reha verbracht, nach den ganzen Verletzungen, da kenn ich mich aus“, scherzt die „Sportrentnerin“.

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Tradition verpflichtet: Denise Karbon in Tracht

Mit ihrem Sieg im heutigen Riesentorlauf hat sich Anna Fenninger aus Österreich auch die kleine Kristallkugel im Riesentorlauf gesichert, als Gesamtweltcupsiegerin stand die Salzburgerin bereits fest. Platz 2 im Riesentorlauf holt ihre Teamkollegin Eva Maria Brem, Dritte wird Jessika Lindell-Vikarby aus Schweden, die im letzten Rennen ihre Führung im Riesentorlaufweltcup abgeben musste. Beste Azzurra ist Nadia Fanchini auf Platz 4, Federica Brignone wird Neunte, und Manuela Mölgg aus Enneberg beendet die Saison mit einem 14. Platz.