Kitzbühel: Innerhofer, Fill und Klotz im Super-G top | Südtiroler Skistars, Ski Alpin Weltcup WM Sport News Südtirol

Kitzbühel: Innerhofer, Fill und Klotz im Super-G top

Veröffentlicht am 25. Januar 2013

Über Nacht sind in Kitzbühel ein paar Zentimeter Neuschnee gefallen, das Auge freut´s – die Pistenarbeiter weniger. Die Rutschkommandos haben Überstunden geleistet, und für den Super-G auf der Streif am heutigen Freitag eine perfekte Rennstrecke präpariert. Am besten mit den Bedingungen (bedeckter Himmel, diffuse Sicht, schwieriger Lauf) zurecht gekommen ist Aksel Lund Svindal. Der Norweger hat in 1:14,48 Minuten Bestzeit erzielt, vor dem jungen Kärntner Matthias Mayer, auf Platz drei folgt der erste Südtirioler, Christof Innerhofer. Er ist vor allem den technisch sehr schwierigen Schlussteil der Streif exzellent gefahren, mit der fünftbesten Teilzeit. Für den amtierenden Super-G Weltmeister ist es der erste Podestplatz in Kitzbühel: „Es ist das Ziel eines jeden Rennläufers, in Kitzbühel am Podium zu stehen – einfach grandios“, erklärte Innerhofer im Ziel, der auch abseits der Piste Schlagzeilen macht, nach seiner Strafe im gestrigen Abfahrtstraining. „Das ist unsportlich“, ärgert sich der Gaiser noch immer, „wenn schön müssten die Funktionäre bestraft werden die mir falsche Anweisungen geben, und nicht ich.“ Jammern hilft jetzt aber wenig, morgen in der Abfahrt muss die Antwort darauf kommen. „Mit Startnummer 45 ist das sehr, sehr schwierig, viel schwieriger als mit Nummer 20“, klagt Innerhofer.

Auf dem Weg zu seinem ersten Podestplatz in Kitzbühel: Christof Innerhofer

Mannschaftlich haben sich die Südtiroler im heutigen Super-G bärenstark gezeigt. Peter Fill aus Kastelruth, der mit Startnummer 2 „Testpilot“ war, kam auf Rang 7. „Ein paar Fehler sind halt immer dabei“, analysiert Fill, „aber ich bin zufrieden“. Für die Sensation des Tages gesorgt aber hat Siegmar Klotz aus Pawigl. Der 25-Jährige ist mit der hohen Startnummer 43 ins Rennen gegangen, erzielte beste erste Zwischenzeit und kam am Ende mit 1,04 Sekunden Rückstand auf Sieger Svindal ins Ziel: Rang 10. Für Klotz das beste Super-G Ergebnis seiner Karriere und der zweite Top-10 Platz innerhalb einer Woche, nach Platz 10 in der Superkombination von Wengen. „Es war eine saubere Fahrt, die Piste war einwandfrei. Platz 10 heute gibt Selbstvertrauen für die Abfahrt morgen“, sagt Klotz. Und er weiss auch schon, was er mit seinen 1.800 Euro Preisgeld tun wird. „Ich habe beim Bremsen im Ziel etwas hartes im Mund gespürt und gesehen, dass mit bei meiner Fahrt eine Plombe vom Zahn abgebrochen ist. Hoffentlich wird der Zahnarzt nicht zu teuer.“

Die Fans und Autogrammwünsche werden mehr, auch bei Siegmar Klotz

Christof Innerhofer kassiert 11.000 Euro für Platz 3, Peter Fill bekommt 3.000 Euro. Immerhin noch über 1.150 Euro freuen darf sich Werner Heel auf Rang 17, der Passeirer hat nur den Mittelteil gut gemeistert, ansonsten aber seine Schwierigkeiten.  Der Ultner Dominik Paris ist nach einem Torfehler ausgeschieden. Matteo Marsaglia, der Super-G-Sieger von Beaver Creek, wäre am Hausberg beinahe gestürzt, fuhr dann aber am Tor vorbei.

Morgen Samstag steht in Kitzbühel der Abfahrtsklassiker auf dem Programm, Start ist um 11 Uhr 30. Am Sonntag folgt der Slalom, der auch zur Kombinationswertung aus Slalom und Abfahrt zählt.