Julia Mancuso und Alexis Pinturault gewinnen City-Event in Moskau – Azzurri schwach

Veröffentlicht am 21. Februar 2012

Fünf Azzurri sind beim „City-Event“ in der russischen Hauptstadt Moskau am heutigen Dienstag am Start gewesen, alle fünf sind bereits in der ersten Runde (Achtelfinale) des Parallel-Bewerbs ausgeschieden. Einziger Südtiroler in Moskau war der Gaiser Christof Innerhofer, er hat in Runde 1 gegen den späteren Sieger Alexis Pinturault den Kürzeren gezogen. Auch Stefano Gross, Cristian Deville, Daniela Merighetti und Federica Brignone hatten nicht das richtige Rezept gefunden, für das Rennen auf einer 60 Meter hohen Rampe im Luzhniki-Olympic-Park im Zentrum von Moskau. Im Finale lag Pinturault nach dem ersten Run noch knapp hinter dem Deutschen Felix Neureuther, in der Entscheidung konnte der knapp 22-jährige Franzose seinen Rückstand aufholen, und das Preisgeld von 40.000 Schweizer Franken sowie die 100 Punkte für die Gesamtwertung im Weltcup einfahren.  Für den Franzosen ist es sein erster Weltcupsieg. Die Ränge drei und vier gehen an den Schweden Andre Myhrer und Romed Baumann aus Österreich. Bei den Damen war Julia Mancuso aus den USA eine Klasse für sich. Sie hat jeden Lauf gewonnen, und auch im Finale gegen Michaela Kirchgasser aus Österreich hat Mancuso bereits im ersten Durchgang alles klar gemacht. Rang 3 holte sich Lindsey Vonn aus den USA, vor Maria Höfl-Riesch aus Deutschland. Pech für Riesch: Weil bei der Anreise ihre Skier verloren gegangen sind, musste sie mit Material von Ted Ligety (USA) fahren. Das Publikumsinteresse am „Showbewerb“ war bescheiden, dennoch gab es Lob für die Veranstaltung: „Es ist aufregend, Frau gegen Frau zu fahren“, betonte Damen-Siegerin Julia Mancuso, „und es hat mir viel Spaß bereitet“. Hinter den Kulissen wird bereits darüber beraten, eine solche Veranstaltung nach Wien zu holen, wo der Publikumsansturm garantiert wäre.

Die Moskau-Siegerinnen: Kirchgasser, Mancuso, Vonn  Foto: GEPA pictures/Christian Walgram

Die Damen übersiedeln jetzt nach Bansko in Bulgarien, wo am Wochenende eine Abfahrt und ein Super-G im Programm stehen. Die Herren tragen in Crans-Montana in der Schweiz zwei Super-G und einen Riesentorlauf aus. Gestrauchelt ist der Salzburger Marcel Hirscher, für den 22-Jährigen war in Runde 2 gegen Alexis Pinturault Schluss. Dennoch hat Hirscher mit dieser Leistung den Kroaten Ivica Kostelic mit 13 Punkten Vorsprung an der Spitze der Gesamtwertung im Skiweltcup abgelöst. Kostelic hätte seine Führung verteidigen können, wäre er nur an den Start gegangen. Sportlich fair hat der verletzte Kostelic auf diese Aktion verzichtet. Bis auf 40 Punkte an Kostelic herangekommen ist der Schweizer Beat Feuz, der wie Hirscher in Runde 2 ausgeschieden ist.