„Inner is back“ – Christof Innerhofer in Wengen-Abfahrt auf Platz 3

Veröffentlicht am 14. Januar 2012

Zwei Monate nach seiner schweren Gehirnerschütterung ist Christof Innerhofer wieder der Alte. Mit Platz 3 beim Abfahrtsklassiker in Wengen in der Schweiz hat der Gaiser eindrucksvoll unter Beweis gestellt, aus welchem Holz er geschnitzt ist. Mit 0,49 Sekunden Rückstand auf den Schweizer Sieger Beat Feuz und nur 0,05 Sekunden Rückstand auf den Zweitplatzierten Hannes Reichelt aus Österreich ist Christof Innerhofer wieder in der Weltspitze angelangt. Der dreifache WM-Medaillengewinner von Garmisch 2011 hat eine sehr souveräne Fahrt gezeigt, und war in den Schlüsselstellen „Brüggli-S“ und „Ziel-S“ ganz vorne dabei. Einzig bis zur ersten Zwischenzeit hatte Innerhofer etwas Zeit liegen gelassen. „Die letzen Wochen waren sehr hart“, sagte Innerhofer nach dem Rennen, „ich war kurz davor, alles hinzuschmeissen“. In die Zielkammera jubelte er: „Inner is back“. Der heutige 3. Platz ist für den 27-Jährigen das beste Abfahrtsergebnis seit seinem 3. Platz in Bormio im Jahr 2010.

Christof Innherhofer in Wengen

Mannschaftlich haben die Südtiroler auf der längsten Abfahrtsstrecke der Welt (4,4 Kilometer) eine starke Leistung geboten. Peter Fill aus Kastelruth stellt mit Platz 7 sein bislang bestes Saison-Ergebnis (Beaver Creek) ein, und der Ultner Dominik Paris freut sich mit Rang 13 über das beste Wengen-Ergebnis seiner Karriere. Erstmals in diesem Winter in die Punkteränge gefahren ist Werner Heel aus dem Passiertal als 21.. Heel, der seit seinem Wechsel von „Rossignol“ zu „Head“ im Vorjahr mit Abstimmungsproblemen bei den Skischuhen kämpft, ist in Wengen mit Skischuhen der Marke „Lange“ ins Rennen gegangen, eine Entscheidung, die offenbar schon Früchte trägt. Weltcup-Punkte geholt hat auch Siegmar Klotz aus Pawigl mit Rang 28, während sich Matteo Marsaglia und Hagen Patscheider mit den Plätzen 33 und 50 begnügen müssen.

Morgen steht in Wengen der Slalom auf dem Programm, der erste Durchgang beginnt um 10 Uhr 15, der zweite Durchgang um 13 Uhr 15. Die Azzurri mit Cristian Deville, Stefano Gross, Giuliano Razzoli, Patrick Thaler und Manfred Mölgg zählen zum Kreis der Sieg-Anwärter, nach den hervorragenden Leistungen in den bisherigen Rennen. Danach übersiedelt der Weltcup-Tross nach Kitzbühel, wo am nächsten Wochenende ein Super-G, eine Abfahrt und ein Slalom auf dem Programm stehen, sowie die Kombinationswertung.