Hirscher-Show in Beaver Creek – Mölgg einziger Südtiroler in der Wertung

Veröffentlicht am 4. Dezember 2011

Man kann die Ergebnisliste drehen und wenden wie man will, es hilft kein schönreden: Im Riesentorlauf ist bei den Azzurri der Wurm drin. Für die Riesentorlauf-Spezialisten Florian Eisath (32.) und Alexander Ploner (34.) war bereits im ersten Durchgang der Arbeitstag vorbei, ebenso für die Allrounder Christof Innerhofer (35.), Peter Fill (44.), Hagen Patscheider (DNF) und Mattia Casse (45.). Als einziger Südtiroler konnte sich Manfred Mölgg als 28. für den Finallauf qualifizieren, ebenso wie seine Teamkollegen Max Blardone (30.), Giovanni Borsotti (25.) und Davide Simoncelli (16.). Im zweiten Durchgang hat Manfred Mölgg seine gute Startnummer ausgenutzt, und ist auf Rang 25 vorgefahren, eine Postion vor Max Blardone auf Platz 26, Rang 13 erreichte Davide Simoncelli, und der junge Giovanni Borsotti hat sich auf den 17. Platz verbessert.

Ein nachdenklicher Manfred Mölgg

Die „Birds of Prey“-Piste hat heute für ein extrem spannendes Rennen gesorgt: Der 24-jährige Deutsche Fritz Dopfer (Mutter aus Tirol) feierte mit Rang 3 sein bestes Weltcup-Ergebnis (bis heute Rang 12 in Kranjska Gora 2011), und Riesentorlauf-Weltmeister Ted Ligety (USA) lieferte sich einen Hundertstel-Krimi mit Marcel Hirscher (AUT). Der Österreicher war zur Halbzeit noch hinter Ligety auf Rang 2, in der Entscheidung aber war der 22-jährige Salzburger nicht zu bremsen, und setzte sich in seinem erst zweiten Rennen nach seiner schweren Verletzung (Schienbeinfraktur) Anfang Februar 2011 gegen den Rest des Feldes durch. Das war Skisport auf allerhöchstem Niveau.

Übermorgen Dienstag geht die Skishow in Beaver Creek in die Verlängerung, mit dem nächsten Riesentorlauf. Für die Azzurri die Chance auf Wiedergutmachung.