Gröden und Courchevel: Wind und Schnee verhindern Weltcup-Rennen

Veröffentlicht am 17. Dezember 2011

Gestern war das Wetterglück noch auf der Seite der Weltcup-Veranstalter hier in Gröden, heute hat der starke Wind den Traum verweht, zwei reguläre Rennen durchführen zu können. Nach Startnummer 21, Klaus Kröll aus Österreich, war Schluss, die Jury unter Rennleiter Rainer Senoner und FIS-Renndirektor Günther Hujara hat den Abfahrtsklassiker abgebrochen, das Rennen wird auch nicht gewertet. Pech für den Franzosen Johan Clarey, der als Führender seinem ersten Weltcupsieg zum Greifen nahe war. Zwei Südtiroler waren zum Rennabbruch bereits im Ziel, Christof Innerhofer als 14., Werner Heel als 16.. Beide zeigten wenig Verständnis für den Abbruch – man wusste schon in der Früh, dass es windig war, und in Lake Louise in Kanada im November waren die Bedingungen ähnlich, dort wurde aber gefahren, so deren Reaktionen.

Auf Platz 14 bis zum Renn-Abbruch: Christof Innerhofer

Wann die Abfahrt von Gröden nachgeholt wird, steht noch nicht fest, möglicherweise zwischen Weihnachten und Neujahr in Bormio. Das könnte sich als Glücksfall für Innerhofer und Co. erweisen, denn die „Stelvio“-Piste in Bormio zählt zu den Lieblingsstrecken der Azzurri. Wegen des Abbruchs nicht mehr starten konnten Peter Fill, Hagen Patscheider und Siegmar Klotz. Ein Vorteil ist der Abbruch auch für Dominik Paris, der Ultner musste nach einer Antibiotika-Allergie Gröden auslassen, und er könnte für Bormio wieder fit sein.

Der Schweizer Didier Cuche erwischt voll eine Windböe beim Zielsprung

Die Skifans haben den Abbruch der Abfahrt sportlich hingenommen, auch wenn sie gerne ihre Idole auf der Strecke gesehen hätten.

So sehen echte Fans aus

Die Skiweltcup-Woche in Südtirol geht morgen weiter, mit dem Riesentorlauf in Alta Badia, am Montag folgt der Slalom. Startzeiten sind 10 Uhr 30 und 13 Uhr 30. Vor allem im Slalom wird von den Südtirolern viel erwartet, nach den Rängen 7 und 8 beim Slalom in Beaver Creek vor 10 Tagen, durch den Sarner Patrick Thaler und den Enneberger Manfred Mölgg.

Nichts geworden ist heute auch mit dem Slalom der Damen in Courchevel in Frankreich. Wochenlang haben die Veranstalter dort um Schnee gebetet, jetzt ist er in Massen gekommen – zuviel für ein sicheres Rennen. Der Slalom mit Manuela Mölgg und Nicole Gius wird auf morgen Sonntag verschoben, der für morgen geplante Riesentorlauf von Courchevel wurde auf unbestimmte Zeit verschoben.