Damen-Super-G in Bad Kleinkirchheim – Fabienne Suter gewinnt – Azzurre im Pech

Veröffentlicht am 8. Januar 2012

Mit dem Sieg im heutigen Super-G in Bad Kleinkirchheim in Kärnten hat sich die Schweizerin Fabienne Suter selbst das schönstes Geburtstagsgeschenk gemacht, wenn auch mit knapper Verzögerung, am 5. Jänner ist sie 27. Jahre alt geworden. Bereits in der gestrigen Abfahrt hat Suter mit Rang 3 angedeutet, dass ihr die „Franz-Klammer-Strecke“ einfach liegt. Für Suter war das heute der dritte Weltcup-Sieg im Super-G, zuletzt hatte Suter im März 2008 beim Weltcup-Finale in Bormio einen Super-G gewonnen. Auf Platz 2, 0,34 Sekunden zurück, folgt Suters Markenkollegin (Stöckli) Tina Maze aus Slowenien, Platz 3 geht an Lokalmatadorin Anna Fenninger. Mit vier Läuferinnen unter den Top-7 darf sich der Speed-Trainer der Schweizerinnen, Manuel Gamper aus Ulten, über ein ausgezeichnetes Team-Ergebnis freuen. Kurz vor Weihnachten hatten die Schweizerinnen in Pfelders im Passeiertal trainiert. Gemischt fällt die Bilanz für die Azzurre aus, auf dem ersten Blick schaut es sogar düster aus. Auch wenn am Ende nur die Ergebnisse zählen, trügt der erste Eindruck: Hanna Schnarf aus Olang ist zwar nicht ins Ziel gekommen, bis 5 Tore vor Schluss war sie aber auf dem Weg zu einem absoluten Spitzenergebnis. Selbiges gilt für Elena Fanchini, die übrigens an der gleichen Stelle ausgeschieden ist, wie Hanna Schnarf. Die Liste der Azzurre führt Daniela Merighetti an, auf Rang 12, die bereits kurz nach dem Start mit dem Arm in einem Tor hängen geblieben ist, und sehr viel Zeit verloren hat. Eine Platzierung dahinter, auf 13, liegt die amtierende Juniorenweltmeisterin im Super-G, Elena Curtoni, und auf Rang 21 folgt Lisa Agerer vom Reschen. Für die 20-Jährige war dies heute der erste Weltcup-Super-G ihrer Karriere.

Immer mutig – Lisa Agerer jetzt auch in den Speed-Rennen

Francesca Marsaglia und die Grödnerin Verena Stuffer liegen auf den Rängen 22 und 24, und die Riesentorlaufspezialistin Federica Brignone hat als 32. Weltcup-Punkte knapp verpasst. Bleibt die Frage, wo ist die Seriensiegerin der Speed-Bewerbe, Lindsey Vonn? Die US-Amerikanerin kommt mit der „Franz-Klammer-Piste“ offenbar nicht zurecht, nach der verpatzten Abfahrt reichte es im Super-G heute gar nur für Rang 18. In den letzten 19 Super-G-Bewerben fuhr Vonn immer aufs Podest, darunter sind 13 Siege. Schlechter als auf Rang 18 im Super-G war Lindsey Vonn nur im Jänner 2006 platziert, als 43. Wo? Genau, in Bad Kleinkirchheim! Die Damen ziehen jetzt weiter nach Cortina d´Ampezzo, wo am Samstag 14. Jänner die Abfahrt, und am Sonntag der Super-G auf der Tofana-Piste ausgetragen werden.