Cortina: Azzurre verpatzen Super-G – Vonn gewinnt

Veröffentlicht am 15. Januar 2012

Lange Gesichter beim Italienischen Wintersportverband FISI nach dem heutigen Super-G in Cortina. Der Sieg ging wenig überraschend an Lindsey Vonn aus den USA, 0,61 Sekunden vor ihrer „jetzt wieder“-Freundin Maria Höfl-Riesch, und der Slowenin Tina Maze, die sich einen Seitenhieb auf die „Unterwäsche“-Polemik der vergangenen Tage nicht verkneifen konnte. Im Ziel öffnete Maze den Reisverschluss ihres Rennanzuges, darunter trug sie ein Oberteil mit der Aufschrift: „Not your business“, also „nicht eure Aufgabe“. Seit Bad Kleinkirchheim diskutiert der Internationale Skiverband FIS über die Sportunterwäsche der Slowenin, die möglicherweise die Aerodynamik des Rennanzuges verbessert, und daher illegal sein könnte. Für die Azzurre gab es nach dem gestrigen Sieg von Daniela Merighetti in der Abfahrt heute eine Klatsche. Einzig Elena Curtoni konnte als 12. Schadensbegrenzung betreiben, und ihren 13. Platz von Bad Kleinkirchheim vor einer Woche bestätigten. Aus Südtiroler Sicht ist das Rennen nicht nach Wunsch verlaufen: Zum einen mussten Lucia Recchia (linkes Knie) und Lisa Agerer verletzungsbedingt auf einen Start verzichten, zum anderen fuhr Verena Stuffer bereits nach wenigen Sekunden beim „Duca d´Aosta“-Sprung am Tor vorbei, und Hanna Schnarf kam einfach nicht in den Rhythmus, am Ende reichte es nur für Platz 21.

Dieser Blick sagt alles – Hanna Schnarf in Cortina    Foto: GEPA pictures/ Thomas Bachun

Auch der Rest der Azzurre muss den Super-G auf der „Tofana“-Piste abhaken, Elena Fanchini schaffte Rang 24, Francesca Marsaglia wurde 27., und die Siegerin von gestern, Daniela Merighetti, kam auf Rang 34. Riesentorlauf-Spezialistin Federica Brignone holte als 30. noch einen Weltcup-Punkt, beim Super-G von Cortina im Vorjahr wurde die 21-Jährige immerhin 20.. Anna Hofer aus dem Ahrntal konnte ihren zweiten Platz in dieser Woche beim Europacup-Super-G in Bad Kleinkirchheim nicht im Weltcup umsetzten, Hofer kam wie schon im Vorjahr nicht ins Ziel.

Die nächsten Speed-Bewerbe der Damen stehen in zwei Wochen in St. Moritz in der Schweiz auf dem Programm, am kommenden Wochenende geht es mit einem Riesentorlauf und einem Slalom in Kranjska Gora in Slowenien weiter. Die ursprünglich in Maribor in Slowenien geplanten Bewerbe mussten wegen Schneemangels nach Kranjska Gora verlegt werden.