Das Jahr 2011 ist das Jahr von Beat Feuz. Der 24-jährige Schweizer hatte im März bei der Abfahrt in Kvitfjell in Norwegen seinen ersten Weltcupsieg gefeiert, am Tag darauf wurde er 3., und in dieser Saison ist er konstant unter den Top-3 in Abfahrt und Super-G: 2. in Lake Louise und 2. und 3. in Beaver Creek. Sein erster Sieg in diesem Winter lag förmlich in der Luft, nachdem Feuz zuletzt jeweils nur um 6 bzw. 4/100 Sekunden einen Sieg verpasst hatte. Heute war der Schweizer aber nicht zu schlagen, auf der verkürzten und wegen des leichten Schneefalls weichen Saslong konnte er sein Skigefühl voll ausspielen, und überholte den lange als Sieger geltenden US-Skistar Bode Miller. Damit machte Beat Feuz dem Trainer der Schweizer, Roland Platzer aus dem Vinschgau, ein tolles Geschenk, der heute seinen 35. Geburtstag feiert. Platz 3 ging an Kjetil Jansrud aus Norwegen, vor seinem Teamkollegen Aksel Lund Svindal. Aus Südtiroler Sicht war der heutige Super-G kein Erfolgsergebnis, kein Läufer platzierte sich in den Top-20.
Peter Fill und die Schneeflocken
Der Nebel, der leichte Schneefall und die weiche Piste alleine können aber nicht der Grund dafür sein, das erklärten Peter Fill und Christof Innerhofer selbstkritisch im Ziel. Woran es letztlich gelegen ist, muss jetzt im ausführlichen Videostudium geklärt werden, “Inner” etwa glaubt, dass er gerade im Schlussteil eine zu runde Linie gewählt hat. Die Liste der Azzurri führt Peter Fill an, der Kastelruther fuhr auf Rang 22, Matteo Marsaglia folgt auf 23, und Christof Innerhofer auf 24, der zudem mit einer leichten Erkältung kämpft. Der Passeirer Werner Heel fuhr weit unter seinem Niveau, mit Rang 40, Patrick Staudacher wurde 51., Mattia Casse 53., Siegmar Klotz, der in Lake Louise im Super-G noch auf Rang 13 fuhr, musste sich mit Platz 55 begnügen, und Hagen Patscheider komplettiert als 57. das magere Abschneiden der Azzurri.
Viel zu erklären: Christof Innerhofer im Ziel-Interview
Morgen steht in Gröden der Abfahrtsklassiker auf der Saslong auf dem Programm, Start ist um 12 Uhr 15. Die Chance es besser zu machen, für Fill, Innerhofer, Heel und Co. ! Vielleicht macht sich morgen ja das Geburtstagskind Christof Innerhofer selbst das schönste Geschenk?!?




