Argentinien war eine Reise wert – Abfahrtsgruppe kommt nach Hause

Veröffentlicht am 21. September 2012

Verpatzter Start und Happy End. Das ist die Bilanz der Italienischen Speed-Herren nach einem Monat Schneetraining in Ushuaia in Argentinien. Ursprünglich hätten Dominik Paris, Peter Fill, Siegmar Klotz, Werner Heel , Mattia Casse und Matteo Marsaglia (Christof Innerhofer hat wegen seiner Rückenprobleme die Überseereise nicht angetreten, südtirolski hat berichtet) die ersten zwei Wochen in Las Lenas trainieren sollen, die miserablen Schneeverhältnisse dort haben die Truppe rund um Cheftrainer Claudio Ravetto aber zur direkten Anreise nach Ushuaia gezwungen. Dieser Schritt hat sich als goldrichtig erwiesen: Am „Ende der Welt“ herrschten meist einwandfreie Bedingungen, bis auf ein paar Tage mit Wind, die Azzurri konnten ihr Trainingsprogramm ohne Ausfälle durchziehen. „Es hat mir Spass gemacht“, bilanziert Ravetto, „nicht so sehr wegen der Reisestrapazen, sondern es war einer der besten Winter seit 10 Jahren, und auch die Jungs haben mit viel Einsatz die Trainingseinheiten durchgezogen“. Und das wichtigste: Alle sind verletzungsfrei. Zufrieden mit dem Argentinientraining sind auch die Athleten selbst. Peter Fill: „Ich habe viel Wert gelegt, auf das Material, die Abstimmung. Und ich denke, dass ich Fortschritte gemacht habe.“ Der 29-Jährige aus Kastelruth sagt aber auch ganz offen, dass er froh ist, endlich wieder nach Hause zurückzukommen.

Peter Fill beim Abfahrtstraining in Ushuaia

Anders als in den vergangenen zwei Jahren konnte Dominik Paris diesmal alle Trainingstage in Argentinien absolvieren, die Rückenschmerzen scheinen auskuriert, und auch die Schulter-OP ist abgehakt. „Wir haben ein super Training gehabt und die neuen Ski passen auch“, sagt der Ultner, „dann werden wir ja sehen, wie es im Winter läuft“.

Das Abfahrtsteam der Azzurri hoch zu Ross

Während die Abfahrtstruppe am heutigen Freitag, 21. September, nach Italien zurückkehrt, bleiben noch einige Kader der Azzurri in Übersee. Denise Karbon und ihre Riesentorlauf-Kolleginnen trainieren noch bis Ende September in Ushuaia. Die Speed-Damen mit Hanna Schnarf, Verena Stuffer und Lisa Agerer sind hingegen in La Parva in Chile. Damen-Cheftrainer Raimund Plancker arbeitet vor allem an der Verbesserung der Gleiterqualitäten seiner „Girls“.  In den nächsten Tagen fliegt die Truppe nach Ushuaia weiter, um sich dort bis zum 6. Oktober den Feinschliff für den WM-Winter 2013 zu holen. Bis Sonntag 23. September trainiert Christof Innerhofer mit Max Carca und Alberto Ghidoni in Zermatt in der Schweiz.

Der Startschuss für die Saison 2012/2013 fällt in einem Monat. Am 27. und 28. Oktober stehen in Sölden der Riesentorlauf der Damen und der Riesentorlauf der Herren auf dem Programm.