Alta Badia: Manfred Mölgg schnuppert als Vorläufer wieder Weltcup-Luft

Veröffentlicht am 21. Dezember 2014

Es ist DIE Story in der Story: Der Enneberger Manfred Mölgg hatte sich im August beim Trockentraining die Achillessehne gerissen, wurde operiert, und jetzt das Weihnachtswunder von Alta Badia: Nach monatelanger Reha und hartem Training stand Mölgg am heutigen Sonntag wieder am Start eines Weltcuprennens. Nicht als Läufer, sondern als Vorläufer. „Ich war sehr nervös, die Gran Risa ist eine sehr schwierige Piste. Aber ich bin total happy, es hat Spass gemacht“, freute sich der 32-Jährige nach dem Rennen. „Bis 50 Sekunden konnte ich mithalten, danach ging mir einfach die Kraft aus. Ich arbeite weiter an meinem Comeback“, gibt sich Manfred Mölgg kämpferisch. Das Thema WM in Vail im Februar ist für ihn derzeit noch kein Thema.

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Premiere für Manfred Mölgg: Erstmals als Vorläufer im Weltcup

Der Riesentorlauf von Alta Badia war heuer eine sehr selektive Aufgabe für die Athleten. Marcel Hirscher aus Österreich wiederholt in eindrucksvoller Manier seinen Vorjahressieg, der Salzburger deklassiert den Rest der Welt und gewinnt mit 1,45 Sekunden Vorsprung auf Ted Ligety in den USA. Kleiner Trost für den Ami: Er ist am Abend Gast bei Christof Wörndle vom Landgasthof „Bad Turmbach“ in Eppan. Platz 3 holt sich Thomas Fanara, nur 0,03 Sekunden hinter Ligety, und nur 0,01 Sekunden vor Alexis Pinturault. Der Titel „Man of the Race“ geht in Alta Badia an den jungen Kroaten Filip Zubcic, der 21-Jährige aus Zagreb ist im ersten Durchgang mit der hohen Startnummer 64 auf Platz 17 gefahren, im zweiten Lauf erzielte er die zweitbeste Laufzeit und verbesserte sich auf Rang 7, gleich hinter dem besten Azzurro Roberto Nani. Max Blardone holt als 24. ein paar Weltcuppunkte, während sich Florian Eisath aus Eggen als 36. nicht für den zweiten Durchgang qualifiziert hat. „Ich bin ausgepowert, seit den Nordamerika-Rennen fehlt mir die Kraft“, erklärte Eisath, der jetzt auf den Riesentorlauf von Adelboden im Jänner hofft. Simon Maurberger aus dem Ahrntal wurde 48., und er meinte nach seinem zweiten Weltcup-Start: „In Sölden hatte ich 8 Sekunden Rückstand, heute sind es 5 Sekunden. Es geht in die richtige Richtung“. Morgen Montag steht in Madonna di Campiglio der Nachtslalom der Herren auf dem Programm, zwei Südtiroler sind dabei: Patrick Thaler und Riccardo Tonetti.