Adelboden: „Kuonisbergli“ wirft Azzurri ab

Veröffentlicht am 9. Januar 2011

Auf der berühmten „Lauberhorn“-Abfahrtsstrecke in Wengen (SUI) gibt es den „Canadian-Corner“ und das „Österreicher-Loch“, diese Passagen habe ihre Namen bekommen, weil dort bei einem einzigen Rennen praktisch alle Läufer aus besagten Ländern ausgeschieden sind. Der extrem steile Zielhang in Adelboden in der Schweiz könnte ab heute „Italiener-Mauer“ genannt werden: Bereits im ersten Durchgang des Slalom-Klassikers sind Manfred Mölgg, Giuliano Razzoli und Christian Deville wenige Tore vor dem Ziel ausgeschieden. Ganz bitter: Mölgg hatte die beste Zwischenzeit, Razzoli die zweitbeste Zwischenzeit, und Deville war auf dem Weg zu einem Top-15 Platz. Ebenfalls nicht ins Ziel gekommen ist Christof Innerhofer aus Gais.

Ärgerlich: Manfred Mölgg im Slalom von Adelboden ausgeschieden

Der Sieg ging heute in souveräner Manier an Ivica Kostelic aus Kroatien, der bereits nach dem ersten Durchgang überlegen in Führung lag, vor Marcel Hirscher aus Österreich, der Platz 2 verteidigen konnte. Auf Rang 3 sein Landsmann Reinfried Herbst. Als einziger der Azzurri kam Stefano Gross in die Wertung, mit Rang 28. Weil er im zweiten Durchgang aber nach einem Einfädler zurücksteigen musste, und deshalb knapp 20 Sekunden Rückstand aufweist, bekommt er keine Weltcup-Punkte. Patrick Thaler aus dem Sarntal kam zwar ins Ziel, er konnte sich aber nicht für den Finallauf qualifizieren.

Der Skiweltcup-Tross bleibt in der Schweiz, von Adelboden geht es jetzt weiter nach Wengen, wo von Freitag bis Sonntag eine Superkombination, eine Abfahrt und ein Slalom gefahren werden.