Abfahrt: Innerhofer und Paris verpassen in Garmisch das Podest ganz knapp

Veröffentlicht am 28. Januar 2012

Die Vorzeichen standen gar nicht gut, in Garmisch-Partenkirchen, dem WM-Ort 2011. Wegen des trüben Wetters musste heute früh der Start nach unten verlegt werden, zudem wurde auf der „alten“ Kandahar-Piste gefahren, und nicht über den „freien Fall“ wie bei der WM. Und der weiche Schnee kommt Fill, Innerhofer und Co. auch nicht gerade entgegen. Diesmal aber sind die heimischen Abfahrtsläufer wie abgebrühte Profis ans Werk gegangen, haben sich von den äußeren Umständen nicht aus dem Konzept bringen lassen, und haben „ihr Ding“ durchgezogen. Christof Innerhofer hat mit Rang 4 das Podest nur um 9/100 Sekunden verpasst, Dominik Paris fuhr auf Rang 6, nur 13/100 hinter Platz 3. Gewonnen hat die „verkürzte“ Abfahrt in Garmisch der Schweizer Didier Cuche, es ist sein 20. Weltcupsieg, der 3. Abfahrtssieg in dieser Saison, nach Lake Louise, Kitzbühel und eben heute in Garmisch. Auf Platz 2, 0,27 Sekunden zurück, folgt Abfahrtsweltmeister Eric Guay aus Kanada, der Österreicher Hannes Reichelt wurde 3..

Fühlt sich in Garmisch-Partenkirchen wohl: Christof Innerhofer

Christof Innerhofer hat auch heute in Garmisch, wie schon vor einer Woche in Kitzbühel, ein besseres Ergebnis durch einen schweren Fehler im Schlussteil vergeben. In der Zielkurve hat es Innerhofer heute den Ski verschlagen, und er wäre fast ins Tor gefahren. Für den Sieg hätte es wahrscheinlich nicht gereicht, aber für Rang 2 ganz bestimmt.

Der Ultner Dominik Paris hat dagegen eine wie immer ruhige, und solide Fahrt gezeigt. Für den bald 23-Jährigen ist der 6. Rang heute das beste Abfahrtsergebnis bislang in dieser Saison, und er zweite Top-10-Platz nach Rang 9 in Bormio.

Dominik Paris freut sich über sein bestes Abfahrtsergebnis in diesem Winter

Durchaus positiv zu bewerten ist auch die Leistung von Peter Fill, mit Rang 13. Nur in Beaver Creek und Wengen war Fill mit zweimal Rang 7 besser klassiert. Keine Weltcup-Punkte gibt es dagegen für den Passeirer Werner Heel und für Siegmar Klotz aus Pawigl, auf den Plätzen 32 und 36, und für Matteo Marsaglia (40) und Mattia Casse (42).

Morgen Sonntag steht in Garmisch der Super-G auf dem Programm, ab 12 Uhr 30. Gefahren wird auf der gleichen Strecke wie heute.