Abfahrt Gröden: Werner Heel und Peter Fill in den Top-10

Veröffentlicht am 21. Dezember 2013

Die Südtiroler Abfahrtsasse ziehen die Massen an: Im Zielraum der Saslong in Gröden war kein Platz mehr, es bot sich ein Bild wie aus den glorreichen Zeiten in den 70er und 80er Jahren, mit Zuschauern und Fan-Transparenten sogar am gegenüberliegenden Berghang, und das ohne Dominik Paris. Wäre Paris dabei gewesen, hätte das Stadion gekocht. Der Ultner hat sich nach seinem Muskelfaserriss geschont, geht aber fest davon aus, dass er am 29. Dezember in Bormio wieder am Start sein wird. Die Saslong war in diesem Jahr so spektakulär wie schon lange nicht mehr, bei einem herrlichen Winterwetter am heutigen Samstag hatten alle 70 Läufer ideale Bedingungen, und die vielen Sprünge und Wellen haben den Athleten alles abverlangt. Den „Rodeo-Ritt“ über die Schlüsselstellen Kambelbuckel und Ciaslat perfekt gemeistert hat Eric Guay, der Kanadier hatte schon im Abschlusstraining Bestzeit erzielt. Über Platz 2 freut sich Kjetil Jansrud aus Norwegen, der einstige Riesentorlauf-Spezialist hatte sich bei der Ski-WM in Schladming im Februar das Kreuzband im Knie gerissen, und feiert heute sein Comeback am Podium. Knapp hinter Jansurd folgt Johan Clarey aus Frankreich auf Rang 3. Damit sind am Podium wieder genau die gleichen Nationen wie schon gestern in der Abfahrt, lediglich Norwegen und Kanada haben Position getauscht.

Für die Südtiroler gibt es zwei Top-10-Platzierungen, der Passeirer Werner Heel ist als Achter bester Azzurro  und scheint momentan auf 8. Plätze abonniert zu sein, wie schon in Beaver Creek. Der Unglücksrabe vom Super-G, Peter Fill, hat sich gut von einem Ausfall erholt und ist auf Rang 10 gefahren, nur 0,06 Sekunden hinter Heel. „Ich wollte in Gröden einmal in die Top-10 fahren, und das ist mir heute geglückt“, freut sich Fill. Ähnlich analysiert Werner Heel seine Fahrt: „Es geht immer irgendwie besser, aber ich bin sehr zufrieden. Ich bin dabei, und das beruhigt. Jetzt werde ich die Feiertage genießen, und erst in Bormio wieder auf die Piste gehen“, erklärt Heel.

Werner Heel wählt die ganze enge Linie

Die anderen Azzurri konnten nicht in die Punkteränge fahren, Christof Innerhofer muss sich mit Rang 37 begnügen, aber Rätsel gibt vor allem 54. Platz von Siegmar Klotz auf.

Morgen Sonntag steht in Alta Badia der Riesentorlauf-Klassiker auf dem Programm, drei Südtiroler sind am Start: Die Lokalmatadore Manfred Mölgg und Alex Zingerle, sowie Florian Eisath aus Eggen.